BMP Greengas: Streit um Hunderte Millionen Euro nach Insolvenz von EnBW-Beteiligung
BMP Greengas handelte zuletzt knapp vier Terawattstunden Biomethan.
Foto: IMAGO/ZoonarDüsseldorf. Auf seiner Webseite verspricht BMP Greengas seinen Kunden noch eine grüne Zukunft. Der Münchener Gashändler unterstütze Unternehmen bei der Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung mit Biomethan und grünem Wasserstoff. „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Energiewende. Gleichzeitig machen wir sie für unsere Partner wirtschaftlich.“
Seit Monaten schon ist BMP Greengas allerdings ein Sanierungsfall. Im Mai 2023 stand BMP vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Geschäftsführung musste Insolvenz anmelden – und viele Abnehmer von Biomethan kämpfen nun mit den wirtschaftlichen Folgen der BMP-Pleite. Laut Insolvenzbericht könnten allein Kunden auf offenen Forderungen von bis zu 775 Millionen Euro sitzen bleiben.
Manch Geschäftspartner des Gashändlers eint nach dessen Insolvenz aber ein Verdacht: Der Eigentümer von BMP Greengas könnte die Pleite als Chance begreifen – und das ist ein Schwergewicht der deutschen Energiewirtschaft, die EnBW. 2017 hatte der Energiekonzern das Unternehmen übernommen.
>> Lesen Sie auch: Gläubiger fordern mehr als 700 Millionen Euro von insolventer EnBW-Tochter