Energiewirtschaft: Wintershall Dea tauscht nach Ausverkauf den Vorstand aus
Düsseldorf. Managementwechsel bei Wintershall Dea: Im vierten Quartal 2024 werden Vorstandschef Mario Mehren, COO Dawn Summers und CFO Paul Smith das Unternehmen verlassen. Bis zum Abschluss des Verkaufs der Kerngeschäfte an die britische Ölfirma Harbour Energy bleiben sie im Amt.
Im Dezember 2023 hatte BASF bekannt gegeben, das Öl- und Gasgeschäft seiner Tochter zu verkaufen. Wintershalls E&P-Geschäft („Exploration & Production“) umfasst Produktions- und Entwicklungsaktivitäten sowie Explorationsrechte in acht Ländern, zudem Lizenzen zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS).
Für Deutschlands einzigen Öl- und Gasförderer, dessen Vorläufer Wintershall und Dea Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurden, bedeutet der Deal das Ende der Eigenständigkeit. Die beiden Zentralen in Kassel und Hamburg werden aufgelöst, Hunderte Stellen abgebaut.
Stefan Schnell, aktuell Senior Vice President für Group Reporting und Performance Management bei BASF, wird dann als CEO von Wintershall Dea die Abwicklung übernehmen.
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende wird Larissa Janz, derzeit Vice President für Spezialprojekte bei Wintershall Dea. Die neue Führung muss sich dann um die Reste der Russland-Verbindungen kümmern, Vermögenswerte verkaufen und die Zentralen schließen.