Viessmann-Manager: „Wir haben die attraktivste Heizungsförderung, die es je gab“
Mit dem Bundestagswahlkampf rückt auch der Konflikt um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) erneut in den Fokus: Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) erklärte zuletzt, seine Partei wolle das Heizungsgesetz „korrigieren“ und auf den ursprünglichen Bestand zurückführen. Dieses Gesetz schreibt in bestimmten Fällen ab 2024 erneuerbare Energien bei neuen Heizungen vor, was Kritiker als zu kostspielig empfinden.
Die Ankündigung von Merz sorgt für Fragen – vor allem bei Thomas Heim, dem Chef der ehemaligen Heizungssparte von Viessmann, die seit einem Jahr zum US-Konzern Carrier gehört. „Die Heizungsförderung, die wir heute haben, ist die attraktivste, die es je gab. Aber populistische Diskussionen verunsichern die Bevölkerung“, sagt Heim. „Jeder Tag, an dem wir eine fossile Heizung schneller austauschen, ist für das Klima ein gewonnener.“
Die Heizungsindustrie könne wieder zum Motor für die deutsche Wirtschaft werden, glaubt Heim: „Wenn wir es schaffen, diese Marktführerschaft im Zeitalter der erneuerbaren Energien beizubehalten, wird das langfristig viele Arbeitsplätze sichern – in der Industrie und auch im Handwerk.“
Eine staatliche Förderung sei dafür nur noch für einige Jahre notwendig. prognostiziert Heim: „Wir werden in der Lage sein, ein Abschmelzen der Förderung zu kompensieren.“