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Neue Regeln für Autofahrer Kfz-Steuer, Benzinpreise, Bußgelder – das ändert sich im Jahr 2021

Für Autofahrer gelten im kommenden Jahr neue Regeln. Nicht nur der Bußgeldkatalog wird überarbeitet. Auch Benzin und Diesel werden 2021 teurer.
  • Holger Holzer
10.12.2020 - 11:50 Uhr 3 Kommentare
  • Spotpress
Neue Regeln für Autofahrer  - Das ändert sich 2021 Quelle: SP-X
An der Tanke wird es teurer

Konventionelle Treibstoffe werden künftig mit einem CO2-Preis belegt.

Köln Wie zu jedem Jahreswechsel treten auch am 1. Januar 2021 neue Regeln rund um das Auto in Kraft. Die wohl wichtigsten hängen aber weiterhin in der Warteschleife. Eigentlich hätte alles längst klar sein sollen. Doch Bundesregierung und Länder suchen weiterhin nach einem Kompromiss bei der Reform des Bußgeldkatalogs. Finden sie ihn im kommenden Jahr, dann gelten unter anderem höhere Strafen für Autofahrer, die Radler gefährden. Und auch zu schnelles Fahren wird härter bestraft.

Hintergrund: Weil die im April in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrsordnung einen Formfehler enthielt, gelten seit Juli vorübergehend wieder die Regeln des alten Bußgeldkatalogs. Klar sind hingegen schon diverse Änderungen bei Kfz-Steuer, Emissionen und Spritkosten.

So dürfte die Einführung eines CO2-Preises den Liter Diesel und Benzin um etwa 7 bis 8 Cent teurer machen. Dazu kommt die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, wodurch die Kosten um weitere rund 3 Cent steigen. Sparfüchse tanken also vor Silvester noch mal voll.

Nutzer verbrauchsstarker konventioneller Autos zahlen im kommenden Jahr gleich doppelt drauf. Denn der CO2-Aufschlag bei der Kfz-Steuer bekommt mehr Gewicht, teurer wird es für neu zugelassene Autos mit mehr als 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer.

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    E-Auto-Fahrer profitieren hingegen: Die Kfz-Steuerbefreiung für Stromer gilt nun für Erstzulassungen bis Ende 2025. Auch Pendler sollen entlastet werden. Ab dem 21. Kilometer gibt es mehr Geld, die Pendlerpauschale steigt von 30 auf 35 Cent pro Kilometer - unabhängig vom für den Arbeitsweg genutzten Verkehrsmittel.

    Wichtig vor allem für die Autohersteller: Der durchschnittliche Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 je Kilometer gilt künftig ohne Hintertür, bei Überschreitung drohen Strafen. Außerdem müssen die Hersteller der EU-Kommission den Realverbrauch jedes einzelnen Fahrzeugs melden.

    Die Pflicht zum Einbau eines sogenannten „On Board Fuel Consumption Monitor“ ergibt sich aus der ab Januar für alle Neuwagen geltenden Abgasnorm Euro-6d-final, die Euro-6d-temp endgültig ablöst. Strenger werden zudem die Regeln für den NOx-Ausstoß. Auch für Motorräder gelten neue Grenzwerte: Die Euro 5-Norm ist ab Januar für alle neu zugelassenen Motorräder verbindlich. Ein Abverkauf von Euro-4-Lagerbeständen ist aber auch 2021 unter bestimmten Bedingungen noch möglich.

    Mehr: Was die neue CO2-Steuer für Verbraucher bedeutet

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    3 Kommentare zu "Neue Regeln für Autofahrer: Kfz-Steuer, Benzinpreise, Bußgelder – das ändert sich im Jahr 2021"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich unterstütze alle bis jetzt vorliegende Kommentare ausdrücklich!

    • @ Peter Insam,
      leider haben Sie genau beobachtet.
      Wie sagte einst ein Bäuerle in Schwaben:
      Liebes Hergöttle von Biberach,
      bitte, lass " Hirn " regnen.
      Bis jetzt wurde die Bitte nicht erhört.

    • Bereits durch die Umstellung von NEFZ auf WLTP werden dem Staat mehr Steuergelder in die Kassen gespült, weil hierdurch der CO2-Ausstoß steigt, im Gegenzug aber keinerlei Korrektur bei der Steuerberechnung durchgeführt wurde. Nun die neue Staffelung, die ebenfalls die Steuern steigen lässt. Übrigens: Der Autofahrer zahlt ja somit bereits eine CO2-Steuer. Jetzt der Zuschlag durch die CO2-Abgabe, die übrigens noch vor der Einführung erhöht wurde. Nicht vergessen: Es ist die erste Stufe. Der Autofahrer muss beim Tanken ohnehin leiden, weil die Spritpreise bei uns innerhalb eines Tages um bis zu 15 Cent pro Liter schwanken. Ja, Herr Lang, auch ich wünsche mir hier mal mehr Gegenwehr vom Volk, Aber so lange sich die Mehrheit für "wer verbirgt sich hinter The Masked Singer" interessiert, ist das wohl nicht zu erwarten.

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