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Beiersdorf

Der Nivea-Konzern geht 2020 bei seiner Konsumgütersparte erneut von einem Wachstum von drei bis fünf Prozent aus.

(Foto: Bloomberg)

Blitzanalyse Kosmetikkonzern Beiersdorf wächst – aber Autokrise und Corona bringen Unsicherheit

03.03.2020 - 08:19 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Der Kosmetikkonzern aus Hamburg hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz des Dax-Konzerns hat 2019 im Vorjahresvergleich organisch um 4,1 Prozent auf nun 7,6 Milliarden Euro zugelegt.
  • Die Konsumgütersparte (Nivea, Eucerin, La Prairie) wächst um 4,8 Prozent, die Klebstofftochter Tesa wächst deutlich schwächer um lediglich 0,8 Prozent.
  • Die EBIT-Umsatzrendite sinkt von 15,4 Prozent im Vorjahr auf 14,5 Prozent.
  • Beiersdorf geht 2020 für seine Konsumgütersparte erneut von einem Wachstum von drei bis fünf Prozent aus, ist aber verhalten bei Prognosen für die Klebstofftochter. Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind „noch nicht quantifizierbar“.

Das fällt positiv auf:

Mut zu Investitionen: Der Hamburger Konzern, der auf Milliarden in der Bilanz sitzt, hat 2019 im Rahmen der „Care+“-Strategie endlich wieder investiert. Größter Posten waren knapp 450 Millionen Euro für den Kauf der Sonnencreme-Marke Coppertone in den USA, die dort als Ikone gilt und Beiersdorf Anteile auf dem US-Markt sichert.

Solides Wachstum mit Hautpflege: Im Bereich Konsumgüter steigerte der Konzern das Umsatzwachstum mit der Hautpflegemarke Nivea erneut auf nun drei Prozent, und die Luxusmarke La Prairie erzielte ein starkes Wachstum von 20 Prozent. Der Konzern wuchs in allen Regionen.

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    Das fällt negativ auf:

    Das Wachstum von La Prairie schwächelt: Der Umsatz mit der Luxushautpflegemarke La Prairie, von der ein Tiegel dreistellige Euro-Beträge kostet und die vor allem in Asien und bei Reisenden an Flughäfen Absatz findet, schwächelt. Er sank von 38 Prozent im Jahr 2018 auf nun 20 Prozent – einige Prozentpunkte weniger als prognostiziert.

    Die Autokrise zeigt Wirkung: Im Unternehmensbereich Tesa verzeichnet der Konzern ein Wachstum von 0,8 Prozent – angepeilt waren ursprünglich drei bis vier Prozent. Die Autokrise trifft den Konzern insbesondere in Nordamerika im Geschäft mit Spezialklebern für diesen Unternehmensbereich. Konzernchef Stefan de Loecker spricht weiterhin von einem „unsicheren Marktumfeld“ und geht in diesem Unternehmensbereich, der knapp ein Fünftel zum Gesamtumsatz beiträgt, für 2020 nur von einem „leicht positiven organischen Wachstum“ aus.

    Was jetzt passiert

    Beiersdorf rechnet mit konstantem Wachstum: Der Konzern geht im Bereich Consumer für 2020 erneut von einem über der Marktentwicklung liegenden organischen Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent sowie einer EBIT-Marke von 14 bis 14,5 Prozent aus. Trotz des verhaltenen Ausblicks für Tesa rechnet Beiersdorf auch für den Gesamtkonzern mit einem Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und einer Marge wie 2019.

    Allerdings sind mögliche Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie „auf unser Geschäft noch nicht quantifizierbar und daher nicht in dieser Geschäftsprognose berücksichtigt“, gibt der Konzern zu Protokoll. Insbesondere bei der Luxusmarke La Prairie, wo ein Großteil des Umsatzes bei Reisenden in Duty-Free-Shops an Flughäfen erzielt wird, dürfte der Umsatz eine Delle erhalten, schätzen Analysten.

    Mehr: Der Hamburger Dax-Konzern macht mit Nivea solide Geschäfte, doch die Marke Tesa schwächelt.

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