Lieferketten: Wie sich die Standortpläne deutscher Firmen durch Trump verändern
Hamm. Wenn es um Verwerfungen in den Lieferketten geht, ist Arvato-Chef Frank Schirrmeister in der deutschen Wirtschaft gerade ein gefragter Gesprächspartner. Die Logistiktochter von Bertelsmann, die rund drei Milliarden Euro Umsatz macht und in 20 Ländern aktiv ist, verschickt etwa im Auftrag der Deutschen Telekom Mobiltelefone, T-Shirts von H&M oder Parfüms von Douglas.
Schirrmeister ist seit fast drei Jahrzehnten im Logistikgeschäft tätig, seit zwölf Jahren steht er an der Spitze von Arvato. „Was Unklarheiten und Unsicherheiten angeht, dachte ich ja, dass die Probleme in den Lieferketten zur Zeit der Coronapandemie der Gipfel meines Berufslebens waren.“ Doch die aktuelle Situation stelle eine völlig neue Dimension dar.
In fast jedem Gespräch sei die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ein zentrales Thema. „Die Kunden haben extrem viele Fragen“, sagt Schirrmeister. Durch den Austausch bekommt der 60-Jährige Einblicke, inwiefern sich die Produktionsstandorte und Lieferketten deutscher Unternehmen durch Trump künftig verändern könnten. Vor allem in einer Branche sieht der Logistikchef Bewegung.