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LuftfahrtBilligflieger Norse wird größter Langstreckenanbieter am Flughafen BER

Langstrecken und Billigflieger sind eine ungewöhnliche Kombination. Die norwegische Airline um Chef und Hauptaktionär Larsen wagt den Schritt. 17.08.2022 - 16:58 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Hier steht der Flieger der Airline in Oslo – in Zukunft wird die Norse Atlantic immer häufiger am Flughafen BER zu sehen sein.

Foto: Reuters

Berlin. Die neue norwegische Billigairline Norse Atlantic Airways erweitert ihr Angebot von Berlin aus und wird damit größter Anbieter von Langstreckenverbindungen am Hauptstadtflughafen BER.

Ab dem 7. Dezember will die Airline von Berlin aus nicht nur nach Los Angeles und New York fliegen, sondern auch nach Fort Lauderdale in Florida.

Die Branche verfolgt den Ausbau mit Interesse, ist doch das Langstreckengeschäft ein schwieriges Terrain für Billigflieger.

„Unsere erschwinglichen Tarife werden den transatlantischen Reiseverkehr zwischen Europa und den USA ankurbeln“, sagte Norse-Chef Björn Tore Larsen. Davon werde die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks profitieren. Larsen äußerte sich an Bord eines Boeing 787 Dreamliners kurz vor dem ersten Direktflug nach New York.

Nur wenige Billigflieger wagen Langstreckenverbindungen. Die Branche verfolgt deshalb mit Interesse die Entwicklung von Norse. Die Airline wurde erst im März 2021 gegründet – mitten in der Corona-Zeit. Larsen ist nicht nur Chef, sondern auch Hauptaktionär.

Bis 2024 will die Airline 15 Flugzeuge in der Luft haben. Auf die Frage nach Wachstumsplänen sagte Larsen: „Unser Ziel ist es, mit den Flugzeugen, die wir haben, Geld zu verdienen.“ Neue Maschinen werde man erst kaufen, wenn man profitabel sei. Dies sei für nächstes Jahr zu erwarten, betonte der Manager, der ursprünglich aus der Schifffahrt kommt.

Flug von Berlin nach New York ab 209 Euro

Normalerweise seien Investitionen in Flugzeuge mit Verlusten verbunden, sagte der Norweger. „Es ist eigentlich verrückt.“ Er habe in der Pandemie-Zeit dann aber die Maschinen zu rekordtiefen Preisen gekauft und deshalb geringere Kapitalkosten. Zudem sei das Geschäftsmodell wenig komplex – nur Langstrecke, nur Nonstop-Flüge, nur Maschinen eines Typs.

Deshalb seien die Kosten geringer als bei den meisten Konkurrenten. Die Kerosinpreise hätten sich zwar zum Vorjahr etwa verdoppelt. Wegen der großen Maschinen seien sei man hier aber bei den Kosten pro Passagier im Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Ein Ticket von Berlin nach New York ist ab 209 Euro zu erhalten, nach Los Angeles kostet ein Flug mindestens 255 Euro und nach Fort Lauderdale mindestens 228 Euro für eine Strecke.

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Zum Start in Deutschland zeigte sich Norse Atlantic Airways zufrieden mit der Nachfrage. „So viele Menschen haben schon für die Winter- oder Herbstsaison gebucht.“ Auch insgesamt seien die Buchungen sehr gut.

rtr
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