Modehandel: Star-Designer Philipp Plein: „Die Regierungen haben gezeigt, wie hilflos sie sind“
Dieses Jahr will der Modeschöpfer weltweit mindestens 25 neue Läden eröffnen, viele davon in China.
Foto: Philipp PleinDüsseldorf. Die Corona-Pandemie trifft auch erfolgsverwöhnte Designer wie Philipp Plein hart. Rund 80 Millionen Euro Umsatz hat er im vergangenen Jahr verloren, wie er im Interview mit dem Handelsblatt anlässlich der Eröffnung seines neuen Flagship-Stores in Frankfurt berichtet. Auch mehrere seiner fast 100 Geschäfte weltweit hat er geschlossen, jedoch nicht wegen der Pandemie, sondern weil sie die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllt hatten.
Grundsätzlich hat Plein Verständnis dafür, dass die Politik mit einem Lockdown des Handels auf die Pandemie reagiert. Doch im Detail sieht er viele Entscheidungen kritisch und hätte sich gewünscht, dass die Unternehmen stärker einbezogen worden wären. „Dass Entscheidungen ausschließlich von Politikern getroffen werden und nicht von oder mit Wirtschaftsleuten, halte ich nicht für förderlich“, sagt er.
Besonders ärgert Plein, der in Deutschland sechs Läden hat, dass es für die Zeit des Lockdowns keine gesetzliche Vorgabe für Mieten gegeben hat. „Eine einheitliche Regelung oder Richtlinien gibt es einfach nicht“, sagt er. Das sei nicht wirklich zu Ende gedacht worden.