Tui-Chef: „Manchmal hilft, wie in der Schule abzuschreiben“
Frankfurt. Sebastian Ebel zeigt sich „vorsichtig optimistisch“, dass die künftige Bundesregierung die wichtigsten Themen schnell angehen wird. Den handelnden Personen sei bewusst, was zu tun ist, glaubt der Chef des Reisekonzerns Tui. „Wenn sie es nicht schaffen, ist das, was danach kommt, nicht im Sinne der breiten Mitte“, sagt er mit Blick auf die erstarkte AfD.
Als Vorbild für das, was getan werden muss, nennt der Manager im Gespräch mit dem Handelsblatt Griechenland. „Wir brauchen nicht ‚Jugend forscht‘, manchmal hilft ja auch wie in der Schule abschreiben, lernen von anderen erfolgreichen Ländern“, sagt Ebel. Nötig sei ein Masterplan, der die sechs bis acht wichtigsten Themen umfasse, um die sich beschleunigende Deindustrialisierung zu stoppen.
Trotz des jüngsten Einbruchs der Tui-Aktie sieht Ebel den Reisekonzern auf Kurs. „Wir haben weiterhin einen sehr stabilen touristischen Markt“, so der Tui-Chef. Die Erfahrung zeige: Erfülle das Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres die eigenen Prognosen, drehe sich die Aktienbewertung wieder.