Welthandel: Weltgrößter Hafen Ningbo macht dicht – Den Lieferketten droht die nächste Gefahr
In der Bucht stauen sich inzwischen die Schiffe, die darauf warten einfahren zu können.
Foto: dpaDüsseldorf. Der weltweiten Warenversorgung, die seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehrfach erheblich eingeschränkt war, droht ein neuer Rückschlag. Der nahe Schanghai gelegene Hafen Ningbo-Zhoushan – mit einem Jahresumschlag von 1,17 Milliarden Tonnen der größte Port der Welt – weist seit Mittwochmorgen Schiffe ab.
Grund ist laut Hafenbehörde ein einziger Fall von Covid-19, der bei einem 34-jährigen Arbeiter festgestellt wurde. Dieser lebe in einem Wohnheim und sei noch am 8. August negativ getestet worden, berichtet der Online-Branchendienst Splash. Zwei Tage später aber sei ein weiteres Testergebnis positiv ausgefallen.
Der infizierte Arbeiter gehört zur Belegschaft des Containerterminals Ningbo Meidong und hat im Januar und März dieses Jahres zwei Corona-Impfungen des chinesischen Vakzin-Herstellers Sinovac erhalten. Er zeige nun aber eine asymptomatische Infektion, wie die Nachrichtenagentur Reuters einen Beamten der Stadtverwaltung von Ningbo zitiert.
Ursprünglich hatte die Hafenbehörde behauptet, dass ihr Betriebssystem ausgefallen sei, und so die Abweisung der Schiffe begründet. Dann aber korrigierte die Gesundheitskommission von Ningbo diese Nachricht.