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Zwischenlandung in SyrienAir France bittet Fluggäste um Spritgeld

In Syrien herrscht Bürgerkrieg. Bei einem ungeplanten Zwischenstopp in der Hauptstadt Damaskus bittet die Fluglinie Air France ihre Passagiere um Bargeld - für Kerosin zum Weiterfliegen.dapd und Carina Kontio 17.08.2012 - 16:12 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Beinahe hätte die Passagiere das Kerosin für den Weiterflug bar bezahlen müssen.

Foto: AFP

Damaskus. Eine ungeplante Zwischenlandung in Syrien dürfte bei den Passagieren des Air France Linienflugs 562 angesichts des dortigen Bürgerkriegs schon für ein mulmiges Gefühl gesorgt haben. Doch dann sollten sie auch noch ihre Brieftaschen öffnen und nachschauen, ob das Geld für Extra-Sprit zum Weiterfliegen reicht. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist am Mittwoch tatsächlich passiert, wie ein Sprecher von Air France am Freitag zugeben musste.

Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Paris nach Beirut, als es wegen Spannungen nahe des Flughafens der libanesischen Hauptstadt umgeleitet werden musste. Das Kerosin ging zur Neige - also blieb nur die Landung in Syriens Hauptstadt Damaskus. Wegen der Sanktionen gegen das Land, die es vom internationalen Bankverkehr abschneiden, ist das Bezahlen dort aber alles andere als einfach. Die Syrer akzeptieren keine Kreditkarten.

Die größten europäischen Billigflieger
Wizz Air: 42 FlugzeugeDie ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.
Jet 2: 49 FlugzeugeDie britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.
Germanwings: 55 FlugzeugeDie Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.
Flybe: 59 FlugzeugeDie britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.
Vueling: 72 FlugzeugeDie spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.
Air Berlin: 88 FlugzeugeDie Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.
Norwegian: 91 FlugzeugeZu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.
HOP!: 102 FlugzeugeDie Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.
Easyjet: 197 FlugzeugeDie britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.
Ryanair: 297 FlugzeugeMit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Aufgrund der "sehr ungewöhnlichen Umstände" und "nur als "Vorsichtsmaßnahme" habe die Besatzung die Passagiere gebeten, das mitgeführte Bargeld zu zählen, sagte der Sprecher. Air France habe dann aber einen anderen Weg gefunden, für die Tankfüllung zu bezahlen. Solch ein Vorfall sei der Fluglinie noch nie passiert, fügte er hinzu und entschuldigte sich für Unannehmlichkeiten.

Über die aus seiner Sicht zu hohen Kosten der Lufthansa-Tochter Eurowings. (2017)

Foto: dpa

2010 sorgte O'Leary mit der Aussage, Co-Piloten abzuschaffen und diese durch Stewardessen zu ersetzen, für Furore. Dann setzte er noch diesen sexistischen Spruch oben drauf.

Foto: Handelsblatt

Über Kritik an den Gepäck-Gebühren (2009).

Foto: Handelsblatt

Zum Thema Stehplätze und ob Passagiere, die nicht angeschnallt sind, gefährdet sind (2010).

Foto: Handelsblatt

Über die Idee, für die Toiletten-Nutzung an Bord Geld zu verlangen (2009).

Foto: Handelsblatt

(2010)

Foto: Handelsblatt

(2008)

Foto: Handelsblatt

Über Nacktscanner (2008).

Foto: Handelsblatt

Über Denkverbote in der Luftfahrtbranche (2010).

Foto: Handelsblatt

Auf die Frage, ob er an die globale Erwärmung glaubt. (2008)

Foto: Handelsblatt

Über die geplante Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel in der EU (2007).

Foto: Handelsblatt

Über die Idee, sich mit Dauerkonkurrent und Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou ein Wettrennen um den Trafalgar Square in London zu liefern. (2010).

Foto: Handelsblatt

Über den damals angeschlagenen Konkurrenten Aer Lingus, den Ryanair gerne schlucken wollte (2010).

Foto: Handelsblatt

Über den ungeliebten Konkurrenten aus Deutschland.

Foto: Handelsblatt

Über den Ex-Chef der Lufthansa. (2006)

Foto: Handelsblatt

Über den Börsengang von Air Berlin. (2006)

Foto: Handelsblatt

Antwort auf eine Frage über die Zukunft von Air Berlin. (2008)

Foto: Handelsblatt

Über Web-Reiseangebote. (2008)

Foto: Handelsblatt

Über Steuern. (2004)

Foto: Handelsblatt

Über die Europäische Union. (2004)

Foto: Handelsblatt

Über sich selbst.

Foto: Handelsblatt

Ryanair-Statement zu einem kritischen Beitrag in der BBC-Sendung „Panorama“ (2010).

Foto: Handelsblatt

Über den Flughafen München (2004).

Foto: Handelsblatt

Über die Berliner Flughäfen. (2008)

Foto: Handelsblatt

Auf die Frage, ob Ryanair nach O'Learys Abgang die kostenlose Werbung durch seine derben Sprüche fehlen wird. (2008)

Foto: Handelsblatt

O'Leary in einem Twitter-Chat zu einem Ryanair-Mitarbeiter. Dieser hatte sich gefreut, dass sein Chef live twitterte. (2013)

Foto: dpa

Am Donnerstag konnte das Flugzeug dann endlich tagsüber in Beirut landen, nachdem es von Damaskus zunächst Zypern angesteuert hatte, um dort über Nacht Station zu machen.

Fraglich ist allerdings, ob das Geld der Gäste gereicht hätte, um wirklich Weiterfliegen zu können. Der Tank eines großen Passagierflugzeuges kann gut 216.000 Liter Kerosin fassen - einmal Volltanken kann dann locker - je nach aktuellem Preis - über 200.000 Euro kosten. Es müssten also schon viele Passagiere aus der ersten Klasse in ihre Brieftasche schauen, damit die Maschine überhaupt abheben kann.

Welche Airlines der Umwelt schaden
Einmal jährlich bewertet die Umweltorganisation Atmosfair die Umweltfreundlichkeit der größten Airlines. Dazu werden u.a. der CO2-Ausstoß der Airlines und die eingesetzten Flugzeuge gemessen. Billigflieger tauchen bisher aus methodischen Gründen nicht im Ranking auf. Welche Airlines am schlechtesten abgeschnitten haben.
SAS Scandinavian Airlines: 45,7 EffizienzpunkteHarte Konkurrenz, hohe Produktionskosten und eine suboptimale Struktur mit den drei kleinen Heimatflughäfen machen die Fluggesellschaft finanziell angreifbar. Auch die Umweltbilanz fällt trübe aus.
Royal Jordanian: 44,7 Die königliche Airline von Jordanien gehört zur oneworld-Allianz. Insbesondere der vermehrte Einsatz von Kleinjets zieht die Airlines im Ranking auf die hinteren Plätze.
Air India: 43,3 Die indische Regierung musste die Fluggesellschaft im April mit 4,4 Milliarden Euro retten. Zuletzt traten die Piloten der indischen Airlines wegen schlechter Arbeitsbedingungen in einen Hungerstreik. Auch im Umweltranking gehören die Inder zu den Schlusslichtern.
LOT - Polish Airlines: 42,9Die Polen steckten in den vergangenen Jahren tief in finanziellen Schwierigkeiten. Obwohl die Passagierzahlen um neun Prozent zugelegt haben, fliegt die Airlines weiter in den roten Zahlen. Auch die Umweltbilanz fällt schlecht aus.
Iran Air: 42,4 Der Vogel am Heck der iranischen Airlines soll der Legende nach Glück und Freude bringen. Stattdessen bringen die 49 Maschinen vor allem eins: CO2. Denn die Flotte ist mit einem Durchschnittsalter von 24,5 Jahren gnadenlos überaltet.
Brussels Airlines: 42,3Die Lufthansa-Tochter ist traditionell sehr stark in Afrika engagiert. Im Umweltschutz nicht. Mit einem Flottenalter von durchschnittlich 12,8 Jahren landet die Airline auf den hinteren Plätzen.
Virgin Atlantic Airways: 42,0 Die Fluggesellschaft von Milliardär Richard Branson schneidet im Klimaranking schlecht ab und verpasst die Top drei der größten Sünder nur knapp.
Saudi Arabian Airlines: 38,0Die saudi-arabische Airlines gehört zu den größten Fluggesellschaften im Nahen Osten. Die Araber müssen am Treibstoff nicht sparen - das schlägt auf die Klimabilanz durch.
Kuwait Airways: 37,2Die 24 Flugzeugen verfügt die kuwaitische Fluggesellschaft nur über eine kleine Flotte. Doch die veralteten Maschinen verpesten die Umwelt.
Malaysia Airlines: 35,2 EffizienzpunkteDie malaysische Fluggesellschaft ist der größte Umweltsünder unter den internationalen Airlines. Due Energieeffizienzklasse F erreichen sonst nur Regionalflieger.

Ryanair-CEO Michael O'Leary.

Foto: dpa

Spritmangel ist auch Schuld an den jüngsten Notlandungen der Billig-Fluggesellschaft Ryanair im spanischen Valencia. Fraglich ist hier allerdings, ob die Vorfälle etwas damit zu tun haben, dass der Konzern Geld sparen wollte - Chef O‘Leary bestreitet diese Vorwürfe vehement.

Die Notlandungen waren ein „außergewöhnliches Ereignis“, sagte er der „Financial Times Deutschland“. „Jede der drei Maschinen hatte genug Treibstoff an Bord, dass es für 90 Minuten über der geplanten Landezeit reichte. Die Flugzeuge mussten jedoch rund eine Stunde nach der geplanten Landezeit in einer Warteschleife über Valencia kreisen. Das ist nicht normal.“

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Im Auftrag des Verkehrsministeriums untersucht die spanische Flugsicherheitsbehörde (AESA) derzeit drei Vorfälle, die sich schon am 26. Juli ereigneten. Wegen eines Gewitters mussten an dem Tag zahlreiche Flugzeuge mit Flugziel Madrid nach Valencia umgeleitet werden.

Drei Ryanair-Maschinen mussten hierbei den Notruf Mayday ausgeben, da die Kerosinmenge ein vorgeschriebenes Minimum erreicht hatte. Die spanische Luftsicherheitsbehörde will nun prüfen, ob die Maschinen zu knapp betankt wurden.

Notlandungen sind nach Angaben des Ryanair-Chefs Teil des Sicherheitssystems der irischen Fluggesellschaft. „Wenn eine Airline Mayday ausruft, dann handelt es sich nicht um eine Notsituation. Sondern das ist ein vorgeschriebenes Verfahren für eine bevorzugte Landung“, sagte er.

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