Bilanzcheck: Raus aus den Schulden: Wie Fresenius wieder zukunftsfähig werden kann
Die angeschlagene Dialysetochter FMC sorgt für große Probleme.
Foto: FreseniusFrankfurt. Wie groß die Erwartungen an den neuen Fresenius-Chef Michael Sen sind, das zeigte sich diese Woche an der Börse: Um zehn Prozent hat die Aktie des Gesundheitskonzerns seit Montag zugelegt. Dass die Quartalsergebnisse weniger schlecht ausgefallen waren, war ein Grund. Getrieben wird dies aber mehr davon, dass der CEO tief in die Strukturen des Dax-Konzerns eingreifen will.
Der Umbau wird Thema Nummer eins auf der Hauptversammlung von Fresenius kommende Woche Mittwoch sein. Sen will das Unternehmen mit einer neuen Aufstellung effizienter und profitabler machen: im Kern mit der Arzneitochter Kabi und dem Krankenhausbetreiber Helios. Die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) soll dekonsolidiert werden und in der Bilanz nicht mehr auftauchen.
Wie akut der Handlungsbedarf ist, zeigt der Handelsblatt-Bilanzcheck: Der Dax-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut weniger Gewinn erzielt, die ohnehin hohe Verschuldung ist weiter gestiegen. Ändert sich dies nicht, wird es für Fresenius zunehmend schwieriger, Investitionen, Dividenden und die steigenden Finanzierungskosten aus dem operativen Cashflow zu stemmen.