Bilanzcheck: Wie gut ist Siemens für die Transformation gerüstet?
Einigen Investoren geht die Transformation nicht schnell genug.
Foto: HandelsblattMünchen. Siemens-Chef Roland Busch kann auf der Hauptversammlung am Donnerstag mit breiter Brust vor die Aktionäre treten. Der Konzern macht sich mit einem operativen Rekordgewinn auf den weiteren Weg in Richtung Digitalkonzern.
Doch Investoren geht die Transformation noch immer nicht schnell genug. „Der Weg zum Digitalkonzern ist eingeschlagen, aber es wird noch lange dauern“, sagt Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investments. Siemens müsse es schaffen, „durch gezielte Übernahmen und organische Weitentwicklung die Digitalisierung voranzubringen und den Abstand zu den Wettbewerbern zu verringern“.
Neben Akquisitionen im Digitalbereich fordern wichtige Investoren sogar schon die nächste Aufspaltung. „Wir erwarten mittelfristig einen Verkauf der Beteiligung an Siemens Energy und eine Trennung von Siemens Healthineers, um einen fokussierten Technologiekonzern ohne Konglomeratsabschlag zu bekommen“, sagt Fondsmanagerin Vera Diehl von Union Investment dem Handelsblatt.
Die Erwartungen an der Börse sind hoch, der Aktienkurs hat seit Oktober 2022 um 40 Prozent zugelegt. Der Blick in die Bilanz zeigt, dass Siemens für die nächsten Schritte finanziell gerüstet ist.