BYD, Nio & Great Wall: Autos aus China sind deutschen Kunden zu teuer
Das Problem chinesischer Autos in Deutschland ist nicht die Qualität – sondern Preis und Design.
Foto: picture alliance / AAWien. Chinesische Autohersteller drängen mit Macht auf den deutschen Markt. Anbieter wie BYD, Great Wall Motor, Nio oder Xpeng streben mittelfristig jeweils ein Absatzvolumen von 60.000 bis 120.000 Fahrzeugen pro Jahr an. „Zusammengenommen wären das mehr als eine halbe Million Autos – und zwar vorwiegend im Premiumbereich“, konstatiert Soleiman Mansouri, Autoexperte der Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors. „Das wird so nicht funktionieren.“
Selbst im bestmöglichen Fall dürften die Chinesen 2023 hierzulande maximal 80.000 Fahrzeuge ausliefern, schätzt Mansouri. Auch das würde noch deutlich über den 17.000 Fahrzeugen liegen, die chinesische Hersteller 2022 bis Ende Oktober in Deutschland verkauften.
Mansouri kennt den europäischen Markt aus Sicht deutscher und chinesischer Hersteller. In China war er jahrelang für Audi aktiv; später unterstützte er als Manager Great Wall Motor bei der Expansion nach Europa. Er sieht auch mittelfristig wenig Potenzial für die angestrebten Absatzzahlen. Zwei wesentliche Gründe sprächen dagegen: Die Autos der Chinesen seien zu teuer und das Design zu einheitlich. Das zeigt die Auswertung einer Studie von Berylls mit der Meinungsforschungsfirma Civey.