Fresenius: Staatshilfe oder Dividende? Fresenius-Vorstand ist in der Zwickmühle
In der Konzernzentrale von Fresenius wird diskutiert, inwieweit der Konzern Staatshilfe annehmen will.
Foto: dpaNun kommt der Vorstand von Fresenius aber gerade in dieser Frage in Schwierigkeiten, wie das Handelsblatt aus Kreisen des Unternehmens erfuhr. Hintergrund sind die gesetzlich geregelten staatlichen Energiehilfen in Höhe von insgesamt sechs Milliarden Euro, die der Bund seit diesem Jahr über die Länder an die Krankenhäuser auszahlen lässt. Kliniken können zweistellige Millionensummen pro Haus als Zubrot zu den gestiegenen Energiekosten erhalten – allerdings ist dann ab bestimmten Schwellenwerten für deren Betreiber die Auszahlung von Boni an Manager oder Dividenden an die Aktionäre untersagt.
Der Kliniktochter Fresenius Helios stehen für den Zeitraum Oktober 2022 bis April 2024 nach Handelsblatt-Berechnungen geschätzt mehr als 300 Millionen Euro an Ausgleichszahlung zu. Auch konzernintern wird mit dieser Summe kalkuliert, bestätigen Konzernkreise. Helios ist mit 87 Krankenhäusern, mehr als 30.000 Betten und zuletzt sieben Milliarden Euro Umsatz die größte Krankenhausgruppe in Deutschland.