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Kohlendioxid-Emissionen Volkswagen verpasst das CO2-Ziel der EU knapp: Millionenstrafe droht

Die verkauften Neuwagen von VW haben im Jahr 2020 mehr CO2 ausgestoßen als erlaubt. Den Rückstand will Konzernchef Diess aber rasch aufholen.
21.01.2021 - 13:22 Uhr 2 Kommentare
VW-Parkplatz in Wolfsburg: Der Autokonzern wird die EU-Emissionsvorgaben erst in diesem Jahr erfüllen. Quelle: dpa
Volkswagen verpasst Emissionsziele

VW-Parkplatz in Wolfsburg: Der Autokonzern wird die EU-Emissionsvorgaben erst in diesem Jahr erfüllen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Volkswagen-Konzern hat die europäischen Flottenziele bei Kohlendioxid-Emissionen knapp verpasst. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, lag der Durchschnittswert im vergangenen Jahr aller in Europa verkauften Pkw des Konzerns um 0,5 Gramm über den EU-Vorgaben.

Der VW-Konzern machte zunächst keine Angaben dazu, wie hoch das Bußgeld ausfallen wird, das der Wolfsburger Autohersteller an die EU-Kommission überweisen muss. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass Konzern von einer Strafe von rund 150 Millionen Euro ausgeht

„Die Covid-19-Pandemie hat uns hier einen Strich durch die Rechnung gemacht“, kommentierte Konzernchef Herbert Diess das Flottenergebnis. Diess selbst hatte im vergangenen Jahr mehrfach angekündigt, dass der VW-Konzern die europäischen Flottenziele erfüllen wolle.

Das Ergebnis für das vierte Quartal 2020 wird durch die fälligen Strafgelder nicht belastet. Der VW-Konzern bestätigte, dass dafür schon im vergangenen Jahr vorsorglich Rückstellungen gebildet worden seien. Das EU-Bußgeld müsse deshalb nur noch beim Cash-Flow berücksichtigt werden. Ergänzend hieß es in Wolfsburg, dass es Rückstellungen in Höhe von 300 Millionen Euro gebe, die jetzt zum Teil wieder aufgelöst werden könnten.

Konzernchef Diess sieht den Wolfsburger Autohersteller in puncto CO-Reduktion trotzdem auf dem richtigen Weg. Im Vergleich zu 2019 habe Volkswagen seinen durchschnittlichen Flottenausstoß im vergangenen Jahr um 20 Prozent reduziert. Im EU-Durchschnitt muss der Flottenwert bei 95 Gramm Kohlendioxid je gefahrenen Kilometer liegen. Mit Elektrofahrzeugen können die Autohersteller ihre Flottenwerte massiv senken. Rein batteriebetriebene Modelle werden mit null Gramm angerechnet.

VW und Audi erreichen die Ziele, Skoda und Seat nicht

Die Marke VW hat im vergangenen Jahr 134.000 reine Stromer verkauft, allen voran den E-Golf und den neuen ID.3. Der Flottenwert der Marke Volkswagen liegt bei 92 Gramm und damit deutlich unter den EU-Vorgaben. Innerhalb des VW-Konzerns unterbietet auch Audi die von der Brüsseler EU-Kommission vorgegebenen Ziele.

VW-Chef Diess kündigt jetzt erneut an, dass der Konzern künftig seine Flottenziele einhalten werde. 2021 komme eine ganze Reihe weiterer Elektrofahrzeuge auf den Markt, mit denen die gesamte Gruppe ihre CO2-Flottenwerte weiter senken könne. In diesem Jahr wird es erstmals auch E-Autos der Konzernmarken Skoda und Cupra geben. VW, Audi und Porsche vergrößern ihr bereits vorhandenes E-Angebot. „Damit werden wir in diesem Jahr das Flottenziel erreichen“, versprach der Vorstandschef.

Der gesamte VW-Konzern hat das Flottenziel für das vergangene Jahr verpasst, obwohl er einen sogenannten „Pool“ mit anderen Fahrzeugherstellern gebildet hatte, die mit ihren Flottenwerten unter den EU-Grenzen lagen. Dazu gehörten die mittlerweile einst britische Marke MG und deren chinesischer Mutterkonzern SAIC.

Auch andere Autohersteller haben ähnliche Zusammenschlüsse gebildet. Als reiner Elektroanbieter kommt Tesla auf einen Flottenwert von Null. Das US-Unternehmen hatte darum ein CO2-Bündnis mit Fiat-Chrysler (FCA) geschlossen; der amerikanisch-italienische Autohersteller kann seinen CO2-Durchschnittswert damit deutlich drücken.

Der Daimler-Konzern hatte bereits vor zwei Wochen erklärt, dass die Flottenziele für das vergangene Jahr voraussichtlich erreicht worden sind. Bei BMW steht das Ergebnis noch aus.

Mehr: Chipmangel bei VW – Vertriebsvorstand warnt: „Wir werden 2021 um jedes Auto kämpfen“.

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2 Kommentare zu "Kohlendioxid-Emissionen: Volkswagen verpasst das CO2-Ziel der EU knapp: Millionenstrafe droht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich finde, dass ist eine tolle Leistung vom VW-Konzern, die politisch begründeten Grenzwerte nur so knapp gerissen zu haben. Das hätte niemand gedacht.

    Die läppischen 150 Mio. Euro kann VW sicher verschmerzen.
    Mercedes und BMW wird es ähnlich ergehen - also keine Aufregung.

  • VW und die gesamte deutsche Autoindustrie sollte endlich die neue Schlüsseltechnologie, Energienutzung mit der Neutrinovoltaic für die neue und saubere Elektromobilität anwenden. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu kürzlich: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind berei Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. In Indien und Russland sind bereits grosse Investitionen geflossen, um die industrielle Standardisierung umzusetzen und erste Prototypen zu bauen. Lesen Sie mal hier https://elektroautor.com/neutrinovoltaic

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