Pharma: Bayer baut 1500 Stellen ab
Düsseldorf. Bayer-Chef Bill Anderson macht Ernst mit dem angekündigten hohen Tempo beim Konzernumbau. Im ersten Quartal seien bereits 1500 Stellen konzernweit abgebaut worden, davon zwei Drittel auf Managementebene, sagte der Vorstandsvorsitzende am Dienstag bei der Vorlage der Quartalsergebnisse.
Tatsächlich dürfte die Gesamtzahl der bisher gestrichenen Stellen noch höher liegen, denn schon im zweiten Halbjahr 2023 hatte Bayer vor allem im US-Geschäft ganze Hierarchie- und Managementebenen gestrichen. In Konzernkreisen ist davon die Rede, dass ein Drittel der weltweit rund 17.000 Führungspositionen zur Disposition steht. Im US-Pharmageschäft von Bayer sollen sogar rund 40 Prozent der Managerstellen wegfallen.
Die Geschäftsführung nennt weiterhin keine konkrete Gesamtzahl zum geplanten Stellenabbau. In den Finanzberichten des Konzerns lässt sich aber ablesen, wir stark die Bayer-Belegschaft bereits schrumpft. Dies liegt zwar nicht allein am aktuellen Umbauprogramm, doch dessen Effekt dürfte am stärksten sein.
Aktuell hat Bayer so wenig Beschäftigte wie noch nie in den zurückliegenden 15 Jahren. Beim Antritt von Anderson im Juni 2023 lag die Zahl bei 102.048. Seither ist die Belegschaft kontinuierlich in jedem Quartal gesunken. Ende März 2024 hatte Bayer noch 98.198 Mitarbeitende, also 3850 weniger.