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Quartalszahlen Corona belastet Fresenius und Tochter FMC – Ausblicke bestätigt

Fresenius verzeichnet im ersten Quartal einen Umsatzrückgang – schneidet aber besser ab als erwartet. FMC rechnet im Jahr 2021 weiter mit einem Ergebnisknick.
06.05.2021 Update: 06.05.2021 - 09:33 Uhr Kommentieren
Zuletzt hat das deutsche Krankenhausgeschäft des Medizinkonzerns von staatlicher Unterstützung profitiert. Quelle: dpa
Fresenius-Zentrale in Bad Homburg

Zuletzt hat das deutsche Krankenhausgeschäft des Medizinkonzerns von staatlicher Unterstützung profitiert.

(Foto: dpa)

Bad Homburg Die Corona-Pandemie setzt dem Gesundheitskonzern Fresenius weiterhin zu. Im ersten Quartal büßte das Dax-Unternehmen Umsatz und Ergebnis ein, wobei auch negative Währungseffekte eine Rolle spielen. Konzernchef Stephan Sturm hält aber weiterhin an der Prognose für das laufende Jahr fest: Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und das Konzernergebnis mindestens in etwa stabil bleiben.

„Wir haben es geschafft, aus eigener Kraft zu wachsen, obwohl das erste Quartal des Vorjahres weniger stark von der Pandemie beeinträchtigt war“, sagte Konzernchef Stephan Sturm am Donnerstag laut Mitteilung. „Das stimmt mich optimistisch, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen können.“

An der Börse kam die Nachricht zumindest bei Fresenius-Aktionären gut an. Fresenius-Aktien legten nach der Eröffnung um 1,9 Prozent zu und damit etwas weniger als der Dax insgesamt. Die Aktie der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) verlor leicht.

Denn FMC, das rund die Hälfte zum Umsatz des Gesundheitskonzerns beisteuert, bremst Fresenius. Da die Dialysepatienten eine sehr vulnerable Gruppe sind, sterben viele an den Folgen einer Corona-Infektion. Die ebenfalls im Dax notierte FMC hatte daher bereits im Februar gewarnt, dass das Konzernergebnis im laufenden Jahr um bis zu 25 Prozent sinken könnte.

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    Fresenius Medical Care erwartet, dass die Übersterblichkeit der Dialysepatienten im zweiten Quartal ihren Höhepunkt erreichen wird. Im ersten Quartal sank der Umsatz von FMC um sechs Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, das Ergebnis verringerte sich um zwölf Prozent auf 249 Millionen Euro.

    Diese Rückgänge machten sich auch deutlich bei der Konzernmutter Fresenius bemerkbar. Gegenüber dem ersten Quartal des vergangenen Jahres büßte Fresenius beim Umsatz zwei Prozent auf neun Milliarden Euro ein. Allerdings spielen hier auch negative Währungseffekte eine Rolle: Währungsbereinigt betrachtet wuchs Fresenius um drei Prozent. Das operative Ergebnis sank um elf Prozent (währungsbereinigt minus sechs Prozent) auf eine Milliarden Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich um sechs Prozent auf 435 Millionen Euro. Ohne Währungseffekte gerechnet betrug das Minus zwei Prozent. Damit schnitt Fresenius jedoch besser ab, als erwartet worden war. Die Analysten der Commerzbank werteten den Start ins Jahr als solide. Sie rechnen damit, dass sich die Belastungen der Pandemie im Jahresverlauf reduzieren und positivere Trends wieder mehr Gewicht bekommen.

    Fresenius-Tochter Helios: Staatliche Unterstützung federt Pandemie-Effekt ab

    Fresenius ist breit im Gesundheitsmarkt aufgestellt: Zweitgrößtes Standbein neben der Dialysetochter FMCV ist die Klinikgruppe Helios vor der Medikamentensparte Kabi und dem Krankenhaus-Dienstleistungsgeschäft von Vamed.

    Bei der Kliniktochter Helios federten staatliche Unterstützungsgelder in Deutschland die negativen Effekte der Pandemie ab. Der Umsatz der vor allem in Spanien und Deutschland aktiven Gruppe legte um sieben Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu, wobei auch Klinikzukäufe hierzu beitrugen. Der Gewinn sank um zwei Prozent auf 173 Millionen Euro.

    Fresenius leidet darunter, dass in der Pandemie viele Behandlungen verschoben werden. Das bekommt auch die Medikamentensparte Kabi zu spüren, die lange Jahre das Zugpferd bei Umsatz- und vor allem Gewinnwachstum war. Fresenius Kabi konnte währungsbereinigt zwar noch um vier Prozent zulegen, inklusive Währungseffekte gerechnet büßte aber auch diese Sparte Umsatz und Gewinn ein. Und die kleinste Fresenius-Sparte, das Krankenhausdienstleistungsgeschäft von Vamed, rutschte wegen verschobener Projekte sogar in die Verlustzone.

    Um die Profitabilität des Unternehmens nachhaltig zu steigern, hat Konzernchef Stephan Sturm bereits konzernweite Initiativen angekündigt. Die Kostenbasis soll dauerhaft gesenkt, das Portfolio optimiert und künftige Wachstumsfelder weiter ausgebaut werden.

    Diese Maßnahmen sollen zu Ergebnisverbesserungen von jährlich mindestens 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 führen. Fresenius rechnet in diesem Zusammenhang mit erheblichen Aufwendungen in Höhe von jährlich etwa 100 Millionen Euro.

    Mit Agenturmaterial.

    Mehr: Die Fresenius-Aktie ist preiswert wie nie – aber auch attraktiv?

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