Rohstoffe: „Der US-Markt hat ein enormes Potenzial“
Düsseldorf. Toralf Haag, der neue Vorstandschef von Aurubis, hat den Konzern auf Effizienz, Wachstum und Kulturwandel eingeschworen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt Haag, wie weit die Umsetzung der Strategie gediehen ist und warum Europas größter Kupferproduzent auf Recycling in den USA setzt.
Aurubis sieht sich einer wachsenden Nachfrage nach dem „Metall der Energiewende“ gegenüber – und zugleich einem zunehmend unruhigen Marktumfeld. Sinkende Margen, volatile Preise und geopolitische Unsicherheiten fordern die Branche heraus. Während Wettbewerber ihre Produktion absichern und auf vertikale Integration setzen, prüft auch Aurubis seine strategische Aufstellung – inklusive möglicher Zukäufe.
In Finanz- und Industriekreisen wird seit Längerem kolportiert, dass auch Interesse an Aurubis selbst besteht. „Wir verfolgen solche Entwicklungen interessiert und bereiten uns auf verschiedene Szenarien gründlich vor“, sagt Haag. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie unabhängig das Unternehmen bleiben kann. Denn der strategische Wert von Kupfer wächst: Es ist unverzichtbar für Stromnetze, Elektromobilität und Digitalisierung.