Siemens: Deshalb hält der Konzern trotz Kritik an der Zugsparte fest
München. Siemens investiert massiv in die Erweiterung der Kapazitäten in der Bahntechnik. Am Montag eröffnete der im deutschen Aktien-Leitindex Dax notierte Konzern seine erweiterte und modernisierte Zugfertigung in München-Allach. 250 Millionen Euro hat er dafür ausgegeben.
Sein Technologiekonzern zeige, wie in Deutschland heute eine wettbewerbsfähige Produktion möglich sei, sagte Siemens-Chef Roland Busch. „Mit überlegenen Produkten, einem Höchstmaß an Automatisierung, Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.“
Investoren bringen immer wieder eine Abspaltung der Sparte „Mobility“ ins Spiel. Denn die operativen Margen sind geringer als in den Digitalgeschäften. „Ein Verkauf oder eine Abspaltung könnte mittelfristig helfen, um die strategische Ausrichtung des Konzerns zu schärfen und die Kapitalmarktstory klarer zu positionieren“, sagte Maria Mihaylova, Fondsmanagerin bei Union Investment, dem Handelsblatt.
Laut Unternehmens- und Aufsichtsratskreisen will Siemens im aktuellen Strategieprozess aber an dem Geschäft festhalten. Das hat eine Reihe von Gründen.