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StahlThyssenkrupp Steel bekommt eine Vorstandschefin

Die Stahl-Sparte erlebt den nächsten Führungswechsel binnen rund eines Jahres. Marie Jaroni rückt an die Spitze. Übergangsweise übernimmt sie eine Doppelrolle. 31.10.2025 - 10:40 Uhr Artikel anhören
Marie Jaroni: Die Managerin wird den Vorstandsvorsitz bei Thyssenkrupp Steel übernehmen. Foto: ThyssenKrupp

München. Die Stahl-Sparte von Thyssenkrupp bekommt zum zweiten Mal in gut einem Jahr eine neue Führung. Deutschlands größter Stahlkonzern wird künftig von einer Frau geführt. Marie Jaroni, die erst vor 13 Monaten in den Vorstand aufgerückt war und dort für den Vertrieb und den Konzernumbau verantwortlich war, löst zum 1. November Dennis Grimm ab, wie Thyssenkrupp Steel Europe am Freitag in Duisburg mitteilte. Das Handelsblatt hatte bereits am Dienstag über die Personalie berichtet.

Die 1984 geborene Jaroni, die Metallurgie und Werkstofftechnik studiert hat, war 2017 von der Unternehmensberatung McKinsey zu Thyssenkrupp gekommen. Sie bekommt nun einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag.

„Marie Jaroni ist es in den vergangenen Monaten mit strategischem Weitblick, Überzeugungskraft und großem Einsatz gelungen, wesentliche Weichenstellungen beim Stahl vorzunehmen“, erklärte Aufsichtsratschefin Ilse Henne. Unter anderem hatte sie mit den Gewerkschaften einen Sanierungsvertrag ausverhandelt.

Grimms Ablösung war bereits Anfang der Woche durchgesickert. Der 46-jährige Manager verlasse den Konzern, hatten zwei Insider gesagt. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung waren Differenzen mit Thyssenkrupp-Vorstandschef Miguel Lopez über die Strategie der Grund.

Thyssenkrupp verhandelt über einen Verkauf der Stahl-Sparte mit der indischen Jindal Steel. Grimm habe „ein neues industrielles Konzept entscheidend mitgestaltet sowie die dringend erforderliche Restrukturierung mit eingeleitet“, sagte Aufsichtsratschefin Henne. Grimm war selbst erst im September 2024 vom Aufsichtsrat zum Nachfolger von Bernhard Osburg gewählt worden, der inzwischen im Bahn-Vorstand gelandet ist.

„Mir ging es immer um die Zukunft des Stahls“, erklärte Grimm in einer internen Mitteilung, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Um Stahl auch künftig in Duisburg herstellen zu können, „braucht es harte Einschnitte und eine Perspektive, für die wir den Grundstein gelegt haben“. Um diese umzusetzen, „müssen nun alle Beteiligten an einem Strang ziehen“.

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Grimms Abschied zieht weitere Personalien nach sich. Jaroni wird übergangsweise auch für die Produktion zuständig sein, der Posten des Produktionsvorstands soll aber nachbesetzt werden. Ihre bisherigen Aufgaben würden vorübergehend von Vertriebschef Georgios Giovanakis übernommen. Der Vertrag von Finanzvorstand Philipp Conze wurde ebenfalls um fünf Jahre verlängert. Thyssenkrupp-Personalchef Wilfried von Rath wird zum 1. November zugleich Personalvorstand der Stahl-Sparte.

rtr
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