Stahl: Worthington plant komplette Integration von Klöckner samt Management
Düsseldorf. Der deutsche Stahl- und Metallverarbeiter Klöckner & Co steht vor der Übernahme durch den US-Konkurrenten Worthington Steel. Darauf hätten sich die beiden Unternehmen geeinigt, teilte Klöckner in der Nacht zu Freitag mit. Der Deal fällt in eine Phase, in der sich der Stahlhandel neu sortiert und sich entscheidet, welche Geschäftsmodelle im internationalen Wettbewerb bestehen können.
Worthington setzt bei Klöckner auf Kontinuität statt Umbau, erklärte CEO Geoff Gilmore im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das Management um den Vorstandsvorsitzenden Guido Kerkhoff werde dementsprechend bleiben. „Das Führungsteam von Klöckner hat uns vor allem in Bezug auf Nordamerika sehr beeindruckt – wir wollen es behalten, sowohl für die Integration als auch für die Umsetzung der gemeinsamen Strategie“, sagte Gilmore.
Für Klöckner ist der Deal ein Ausweg aus einer zunehmend schwierigen Position. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren viel investiert, um sich von der Rolle des klassischen Stahlhändlers zu lösen: mehr Verarbeitung, mehr Service, mehr margenstarke Produkte, dazu eine starke Präsenz in Nordamerika.