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Jenoptik Diese deutsche Firma verhalf der jüngsten Mars-Mission mit zum Erfolg

Für gute Bilder braucht es gute Objektive. Jenoptik hat sie für den Nasa-Rover „Perseverance“ hergestellt – unter schwierigsten Bedingungen.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Mit Jenoptik war auch ein deutsches Unternehmen am Erfolg der Mission beteiligt. Quelle: AP
Mars-Rover „Perseverance“ (Illustration)

Mit Jenoptik war auch ein deutsches Unternehmen am Erfolg der Mission beteiligt.

(Foto: AP)

Düsseldorf Als vor wenigen Wochen der Mars-Rover „Perseverance“ der Nasa das erste Mal die Oberfläche des roten Planeten berührte, war der Jubel groß – nicht nur in den USA. Denn mit dem Jenaer Optikspezialisten Jenoptik war auch ein deutsches Unternehmen am Erfolg der Mission der US-Raumfahrtbehörde beteiligt. Dabei lieferte der im TecDax gelistete Konzern auch noch die mitunter wichtigsten Bauteile des Fahrzeugs.

Insgesamt 28 Jenoptik-Objektive hat die Nasa in dem Rover verbaut, die speziell für die Mars-Mission entwickelt wurden. Die Objektive sind rundherum am Fahrzeug verteilt und haben die ersten Livebilder der Mission aufgenommen. Dabei war wichtig, dass die Objektive möglichst wenig wiegen, den extremen Temperaturbedingungen im All standhalten – und unter sehr hohen Reinheitsbedingungen produziert werden.

Im Kern erfüllen die bereits 2019 verbauten Objektive drei Aufgaben: Erstens helfen sie, das Fahrzeug über die Marsoberfläche zu navigieren. Zweitens erkennen sie Hindernisse, um zu verhindern, dass sich der Rover festfährt. Und zu guter Letzt überwachen sie die Entnahme der Bodenproben – weshalb Jenoptik die Objektive in einem Reinraum der Klasse 5 gefertigt hat.

Das heißt: Es dürfen bei der Herstellung pro Kubikfuß maximal 100 Partikel mit einem Durchmesser von 0,5 millionstel Meter in der Atmosphäre gemessen werden. Damit wird sichergestellt, dass bei der Probenentnahme möglichst keine Kontaminierungen stattfinden, die bei den empfindlichen Instrumenten zu Messfehlern führen können.

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    Jenoptik liefert damit praktisch die Augen des Mars-Rovers „Perseverance“. Rund 20 Ingenieure begleiteten nach Firmenangaben die Entwicklung bis hin zur Auslieferung. Insgesamt wirkten über 100 Mitarbeiter an dem Projekt mit. „Das ist für uns eine gute Gelegenheit, in der Spitzentechnologie Präsenz zu zeigen“, sagt Jenoptik-Chef Stefan Traeger. „Auch wenn die Auftragssumme im Vergleich zu anderen Projekten eher einen kleineren Umfang hat.“

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