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Channing Dungey So soll die Managerin den Umbruch bei Warner Bros beschleunigen

Die ehemalige Netflix-Managerin leitet demnächst die TV-Sparte von Warner Bros. Sie soll vor allem beim Aufbau des Streaming-Geschäfts helfen.
21.10.2020 - 04:06 Uhr Kommentieren
Mit der Managerin wird zum ersten Mal eine afroamerikanische Frau eine Top-Position bei Warner Bros einnehmen. Quelle: AP
Channing Dungey

Mit der Managerin wird zum ersten Mal eine afroamerikanische Frau eine Top-Position bei Warner Bros einnehmen.

(Foto: AP)

New York Den offiziellen Titel des „Chairmans“ der Warner Bros Television Group wird mit Channing Dungey ab Januar eine schwarze Frau tragen. Am 9. Oktober war die 51-Jährige nach nur 20 Monaten überraschend von ihrem Job als Vizepräsidentin für Original Content und Drama bei Netflix zurückgetreten. Zehn Tage später ist nun klar, warum.

Die Ernennung Dungeys ist auch ein Beispiel dafür, dass sich die Welt der klassischen Fernseh- und Filmproduktionen immer stärker mit der neuen Streaming-Welt mischt. Vor ihrem Wechsel zu Netflix war die Managerin beim Sender ABC als Präsidentin der Unterhaltungssparte tätig. Und mit Dungey wird zum ersten Mal eine afroamerikanische Frau eine Top-Position bei Warner Bros einnehmen.

Für sie selbst ist es nicht das erste Mal, dass sie als Pionierin auftritt: Als sie 2016 bei ABC zur Präsidentin der Unterhaltungssparte ABC Entertainment ernannt wurde, war es das erste Mal, dass überhaupt ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe für das Unterhaltungsprogramm eines größeren Senders verantwortlich war.

Bei ABC verantwortete Dungey so erfolgreiche Serien wie „Criminal Minds“ und die Rückkehr von „American Idol“ und „Roseanne“. Als die Hauptdarstellerin Roseanne Barr jedoch zwei Monate später auf Twitter eine schwarze Obama-Beraterin beleidigte, verbannte Dungey die Schauspielerin kurzerhand aus dem Programm.

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    Aufgewachsen in Sacramento in Kalifornien, besuchte sie die renommierte UCLA School of Theater, Film and Television. Zunächst wollte sie Dokumentarfilmerin werden. Doch noch während des Studiums bekam Dungey ein Jobangebot von Fox, um Drehbücher gegenzulesen, wie sie selbst in einem Video-Interview des Motion Picture & Television Fund vor einem Monat erklärte. Es war dieser Job, der ihr Interesse an dem gesamten Geschäft weckte.

    Erfolgreiche Serien entwickelt

    Später arbeitete sie für verschiedene Produzenten, bevor sie in den Neunzigerjahren zum ersten Mal bei Warner Bros anheuerte. Als Produktionsassistentin half sie bei der Entwicklung verschiedener erfolgreicher Filme wie „Heat“, „The Matrix“ und „Im Auftrag des Teufels“ mit und machte schnell Karriere. 2004 folgte der Wechsel zu ABC, wo sie zwölf Jahre später zur Chefin der gesamten Unterhaltungssparte aufstieg.

    Bei Warner Bros übernimmt sie eines der größten amerikanischen TV-Studios und einen Job in einem Konzern, der sich immer noch mitten im Umbruch befindet. Warner Bros ist seit der Übernahme von Time Warner im Jahr 2018 Teil des AT&T-Time-Warner-Konzerns, zu dem auch TV-Sender wie HBO, TNT und Cartoon Network gehören. Dungey soll auch ihr Streaming-Know-how von Netflix einbringen. Schließlich soll die Unternehmenssparte die erst vor fünf Monaten gestartete Streaming-Plattform HBO Max mit Inhalten versorgen.

    „Ich bin begeistert, dem Unternehmen in einer so entscheidenden Zeit in seiner Geschichte beizutreten“, sagt Dungey. „Dies ist so eine elektrische Zeit in unserer Industrie, und uns stehen so viele Möglichkeiten zur Verfügung mit dem Kerngeschäft von Warner Bros und HBO Max. Ich kann es kaum abwarten einzutauchen.“

    „Für Channing ist es eine Art Heimkehrfeier“, sagt Anne Sarnoff, Chair und CEO der Warner Media Studios und Networks Group, an die Dungey berichten wird. „Sie ist eine der talentiertesten, visionärsten, kreativsten und am meisten respektierten Manager der heutigen Fernsehwelt.“

    Wandel durch Storytelling

    Channing Dungey ist sich ihrer Ausnahmerolle als schwarze Managerin durchaus bewusst und spricht sich offen für die Bewegung rund um Black Lives Matter aus. Nach eigenen Angaben hat sie schon immer darauf geachtet, dass in den Programmen unter ihrer Führung Menschen verschiedener Hautfarben und Lebenswege zu Wort kommen. Wovon sie überzeugt ist: „Storytelling ist einer der besten Wege, Wandel voranzutreiben.“

    Doch Dungey wird noch mehr Herausforderungen meistern müssen. Derzeit macht der Unterhaltungsbranche auch die Corona-Epidemie zu schaffen: In den ersten Monaten war die Produktion komplett gestoppt. Mittlerweile darf wieder gefilmt werden, aber unter strengen Auflagen.

    Mehr: Was die Deutschen in der Coronakrise streamen

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