Media Markt und Saturn: Das sind die Pläne von JD.com für den deutschen Markt
Peking. Für JD.com ist Internationalisierung „eines der wichtigsten Dinge für die Zukunft“. Das betonte der Gründer des chinesischen Onlinehändlers, Liu Qiangdong, im Juni vor Journalisten in der Firmenzentrale in Peking. Liu legt dabei großen Wert darauf, dass sein Unternehmen einen anderen Ansatz verfolgt als Billighändler wie Temu.
Deren Geschäftsmodell führe zu einem Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in Europa und den USA, wogegen Widerstand wachse, sagte er. JD setzte dagegen auf „lokalen Handel, lokale Infrastruktur, lokale Mitarbeiter, lokale Beschaffung, lokale Lieferung“, zitiert ihn die Nachrichtenplattform Huxiu.
Bei der geplanten Übernahme des deutschen Handelskonzerns Ceconomy, der Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn, haben die Pekinger denn auch zugesichert, Arbeitsplätze zu erhalten und an der Wachstumsstrategie der Düsseldorfer festzuhalten. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass JD mit der Übernahme international insbesondere sein Geschäft in Europa ausbauen will.
Das Handelsblatt stellt das umsatzstarke private Unternehmen vor, seinen mächtigen Gründer und seine Expansionsstrategie.