Interview: Arianna Huffington: „Ein guter Morgen beginnt am Abend zuvor“
„Nichts gegen frühes Aufstehen, aber der Trend wird problematisch, wenn er mit ständigem Schlafmangel einhergeht“, sagt die Unternehmerin.
Foto: ReutersDüsseldorf. Bekannt wurde Arianna Huffington als Medienunternehmerin („Huffington Post“). Doch das Herzensthema der 70-Jährigen sind mittlerweile Schlaf und Entspannung. Mit ihrem Beratungsunternehmen Thrive Global hilft sie Unternehmen dabei, Stress und Burn-out in der Belegschaft vorzubeugen. Besonders betont sie dabei die Rolle von ausreichend Nachtruhe. Womit sich natürlich die Frage stellt, wie sie es selbst mit diesem Thema hält.
Arianna, immer mehr Führungskräfte versuchen, die Morgenstunden zu nutzen, indem sie sehr früh aufstehen. Wann haben Sie heute Ihren Tag begonnen?
Da muss ich etwas ausholen. Für mich beginnt ein guter Morgen am Abend zuvor. Ich zelebriere ganz bewusst das Ende des Arbeitstages, indem ich mein Handy ausschalte und außerhalb meines Schlafzimmers auflade. Dann stelle ich mir einen simplen Wecker.
Und wann klingelt der morgens?
Zu keiner festen Zeit, sondern acht Stunden nachdem ich mich schlafen gelegt habe. Das ist die Menge Schlaf, die ich benötige, um am nächsten Tag komplett erholt aufzuwachen. Deshalb wache ich meist auch ohne Wecker rechtzeitig auf, der dient nur zur Sicherheit. Für die meisten Menschen liegt diese optimale Schlafmenge zwischen sieben und neun Stunden.