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Neuer FinanzchefThyssen-Krupp besetzt Vorstandsposten vor Aufspaltung neu

Thyssen-Krupp stellt die Führung neu auf - und hat nun einen neuen Finanzchef gefunden. Der ehemalige Bayer-Manager Dietsch soll für Ruhe sorgen. 14.12.2018 - 12:41 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Johannes Dietsch soll bei Thyssen-Krupp die Finanzen regeln.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Thyssen-Krupp besetzt vor seiner Aufspaltung wichtige Positionen im Vorstand. Der Aufsichtsrat nominierte den ehemaligen Bayer-Manager Johannes Dietsch als neuen Finanzchef, wie Thyssen-Krupp am Freitag mitteilte. Und auch die wichtige Aufzugsparte bekommt mit Peter Walker einen neuen Chef.

An der Spitze des Aufsichtsrats steht ebenfalls ein Wechsel bevor. Hier hat die ehemalige Bosch-Managerin Martina Merz gute Karten, als erste Frau an die Spitze des Kontrollgremiums zu rücken.

Bei dem Traditionskonzern steht ein radikaler Umbau ins Haus – Vorstandschef Guido Kerkhoff will Thyssen-Krupp in eine Industrial AG um die lukrative Aufzugsparte und eine Materials AG aufteilen, zu der unter anderem die Beteiligung an dem geplanten Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel gehören soll.

Favorit für die Führung des Gemeinschaftsunternehmens sei der Chef von Thyssen-Krupp Steel Europe, Andreas Goss, hatten mit dem Vorgang vertraute Personen gesagt.

Bei Thyssen-Krupp hatte sich das Personalkarussell in den vergangenen Monaten rasant gedreht. Im Sommer hatten der damalige Vorstandschef Heinrich Hiesinger und kurz darauf Aufsichtsratschef Ulrich Lehner das Handtuch geworfen. Beide hatten ihren Abgang mit mangelndem Rückhalt durch Großaktionäre begründet – bei Thyssen-Krupp sind dies die Krupp-Stiftung und der schwedische Finanzinvestor Cevian.

Martina Merz

Eine ordnende Hand für Thyssen-Krupp

Finanzvorstand Kerhoff war dann im Juli zum Vorstandschef ernannt worden und versucht nun, die Wogen zu glätten. Im November hatte er den Konzern mit einer Baustelle verglichen. Er will Thyssenkrupp nun aufspalten und beide Teile damit schlagkräftiger machen. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung im Januar 2020 über die Pläne abstimmen. Auf Kerkhoff kommt noch viel Arbeit zu.

Nun ist immerhin seine Vorstandsmannschaft wieder komplett. Der 56jährige ehemalige Bayer-Finanzchef soll nun im kommenden Februar in den Vorstand aufrücken, mit dem vierten Mitglied sei das Gremium wieder vollständig, erklärte Thyssen-Krupp. Dietsch hatte in seiner Zeit bei Bayer unter anderem beim Covestro-Börsengang mitgearbeitet.

Der Manager verfüge über Erfahrungen und Kompetenzen, „um den Teilungsprozess von Thyssenkrupp gemeinsam mit dem bisherigen Vorstand zu gestalten“, erklärte Aufsichtsratschef Bernhard Pellens.

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Pellens selbst kann den Posten an der Spitze des Aufsichtsrats aus Gründen der guten Unternehmensführung nur noch bis 2020 ausüben. Auch hier steht ein Wechsel an. Merz kann sich nun Hoffnungen auf seine Nachfolge machen. Sie war erst im November in den Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat berufen worden, die Hauptversammlung des Konzerns Anfang kommenden Jahres soll sie bestätigen.

Die Einladung für das Aktionärstreffen wird in der kommenden Woche erwartet – und diese könnte bereits Klarheit über den Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums bringen, hatten mehrere Insider Reuters gesagt.

rtr
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