Mittelstand: Anna-Katharina Wittenstein zeigt neue Wege für den Generationswechsel
Igersheim. Wie regelt ein Familienbetrieb die Unternehmensnachfolge, wenn die Unternehmerfamilie ein Patchwork-Modell ist? Eine Frage, die sich der Antriebsspezialist Wittenstein SE vor wenigen Jahren gestellt hat. Und sie auch mithilfe externer Beratung beantworten konnte.
Das erzählt Anna-Katharina Wittenstein im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die 48-Jährige ist das älteste von vier Kindern des Firmenpatriarchen Manfred Wittenstein. Mit ihm und zwei ihrer jüngeren Geschwister aus einer zweiten Ehe des Vaters ist sie Hauptgesellschafterin des Familienunternehmens.
Vor zwei Jahren hat sie sich jedoch bewusst aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und sich dafür entschieden, als Nachfolgerin ihres Vaters in den Aufsichtsrat aufzurücken. Ihre Schwester Viktoria, Mitte 20, und ihr Bruder Daniel, Mitte 30, werden derweil an Führungsaufgaben im Unternehmen mit rund einer halben Milliarde Euro Umsatz herangeführt.
Wie der Prozess auf das ganze Unternehmen gewirkt hat, warum der Blick von außen gut gegen Familienblindheit hilft und wie sich eine Patchwork-Familie im Alltagsbetrieb zusammenfindet.