Hall of Fame der Familienunternehmen: Die Erfolgsformel des dm-Gründers Götz Werner
Der Gründer der Drogeriekette dm bezeichnet sich als Unternehmer „wider Willen“.
Foto: Dpa [M]Karlsruhe. Die Nachfolge an der Spitze des Drogerieimperiums dm hat Gründer Götz Werner in der Sauna angebahnt. Als einziges seiner sieben Kinder teilte Sohn Christoph schon als Jugendlicher seine Leidenschaft für das Schwitzen. Dort konnte er sich mit ihm in aller Ruhe über Wirtschaftsthemen unterhalten – und ihm auch das Familienunternehmen näherbringen.
Heute leitet Christoph Werner das Unternehmen und entwickelt das Lebenswerk seines im vergangenen Jahr verstorbenen Vaters weiter. Doch sein Weg an die Spitze des Handelskonzerns war trotz der frühen Annäherung ans Unternehmen alles andere als vorgezeichnet.
Ein Grund dafür ist auch die wechselvolle Lebensgeschichte seines Vaters. Denn Götz Werner hatte eigentlich gar nicht geplant, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Er schuf trotzdem eines der erfolgreichsten deutschen Handelsunternehmen – und revolutionierte damit die Drogeriebranche.
dm-Gründer bricht viele Regeln der Drogeriebranche
Nicht ohne Grund überschrieb Götz Werner seine Autobiografie mit dem Titel: „Womit ich nicht gerechnet hatte“. Rückblickend sieht der Aufbau von dm nach einer reinen Erfolgsbilanz aus: Mit 3945 Märkten in Europa macht das Unternehmen heute einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro und beschäftigt fast 72.000 Menschen. Doch der Weg dahin war auch geprägt von Hürden und Rückschlägen.