1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Nachhaltigkeit
  4. Studie: Nur noch jeder Zweite sieht sich beim Klima in der Pflicht

StudieNur noch jeder Zweite sieht sich beim Klima in der Pflicht

Trotz Hitze-Rekorde und alarmierender Klimadaten – Viele Deutsche schieben das Problem ins Ausland, zweifeln an wissenschaftlichen Fakten und halten Elektroautos für Mogelpackungen. 18.04.2025 - 05:22 Uhr Artikel anhören
Hitze in München vor drei Jahren: Weniger Menschen als noch vor einigen Jahren wollen persönlich etwas gegen die Klimakrise zu tun. Foto: IMAGO/aal.photo

Hamburg. Nur noch gut jeder Zweite in Deutschland (53 Prozent) sieht sich im Kampf gegen den Klimawandel selbst in der Verantwortung. Vor vier Jahren waren dies noch mehr als zwei Drittel (69 Prozent), wie aus einer jährlichen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Obwohl Europa laut jüngster Klimadaten der sich am schnellsten erwärmende Kontinent ist – und damit auch Deutschland stark betroffen –, verorten viele Menschen in Deutschland das Klima-Problem eher ins Ausland: Nur 62 Prozent der Befragten sorgen sich um die Auswirkungen im eigenen Land, 78 Prozent eher um andere Länder.

Fast jeder Zweite (45 Prozent) gab in der aktuellen Umfrage an, sich von der Bundesregierung im Stich gelassen zu fühlen, wenn diese beim Klimaschutz jetzt nicht handele. Vor drei Jahren, als die Ampel-Regierung noch relativ frisch im Amt war, lag dieser Anteil bei 60 Prozent.

Die wahrgenommene Nicht-mehr-so-Dringlichkeit steht im Widerspruch zur tatsächlichen Entwicklung der Krise: Der Deutsche Wetterdienst beobachtet etwa eine beunruhigende Beschleunigung des Klimawandels. 2024 sei das wärmste Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Messungen gewesen, das in Deutschland, Europa und global beobachtet wurde.

Die Befragung, die Einstellungen von Menschen zu Klima und Energiewende in 32 Ländern untersucht, offenbart für Deutschland auch erhebliche Wissenslücken: Rund ein Viertel (27 Prozent) zweifelt an, dass es unter Klimaforschern über die Auswirkungen des Klimawandels einen Konsens gibt. Dieser Anteil liegt in Ländern wie Ungarn (40 Prozent) oder Frankreich (39 Prozent) sogar noch deutlich höher.

Jeder zweite ist skeptisch gegenüber Elektroautos

Der Weltklimarat, der den Stand der Klimaforschung regelmäßig zusammenführt, hat in seinem Bericht von 2023 jedoch festgehalten, dass Aktivitäten von Menschen unzweifelhaft die Hauptursache der Erderwärmung sind. Die Emissionen von Treibhausgasen haben seit dem späten 19. Jahrhundert zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur geführt.

Rund die Hälfte hält außerdem Elektroautos für ebenso schlecht für die Umwelt wie Verbrenner. Ipsos zufolge ist – mit Ausnahme von Frankreich und Polen – der Anteil der Skeptiker hierzulande so hoch wie in kaum einem anderen Land.

Verwandte Themen
Deutschland
Frankreich
Europa
Klimawandel

Elektroautos sind Studien zufolge – etwa von der Denkfabrik Agora Energiewende – mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs klimafreundlicher als Verbrenner. Je höher der genutzte Anteil erneuerbarer Energien, desto besser wird diese Bilanz. Wird das Auto mit Ökostrom aufgeladen, entstehen im Fahrbetrieb keine direkten klimaschädlichen Emissionen. Allerdings fallen diese etwa bei der Herstellung der Fahrzeuge an.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt