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AutoindustrieMit neuer Führungsmannschaft bereitet sich Hyundai auf Trump vor

Mit der Wiederwahl Trumps zum US-Präsidenten drohen auch der südkoreanischen Autoindustrie neue Importzölle. Der Konzern befördert deshalb zwei US-Experten zum CEO und Präsidenten.Martin Kölling 15.11.2024 - 11:20 Uhr Artikel anhören
José Muñoz: Der bisherige Chief Operating Officer (COO) wird ab 1. Januar neuer CEO von Hyundai. Foto: REUTERS/Kim Hong-Ji

Tokio. Weltweit sorgen sich Autokonzerne wegen möglicher Importzölle in einer zweiten Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident. Der südkoreanische Autoriese Hyundai Motor reagiert bereits und befördert zwei US-Bürger in Spitzenpositionen.

Der bisherige Chief Operating Officer José Muñoz wird ab 1. Januar 2025 als CEO das operative Geschäft leiten. Gleichzeitig wird der ehemalige US-Spitzendiplomat Sung Kim, einer der renommiertesten Korea-Experten der USA, zum Präsidenten des Konzerns ernannt. Damit wolle man, so Hyundai, „die globalen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen angehen“.

Bereits in der ersten Amtszeit Trumps sah sich Südkorea mit Importzöllen auf einen Teil seiner Produkte konfrontiert. Denn Trump wollte die hohen Exportüberschüsse der ostasiatischen Industrienation im Handel mit den USA reduzieren. Nun droht der designierte US-Präsident mit noch breiter angelegten Zöllen, die auch Südkoreas Autoindustrie hart treffen könnten.

Für Hyundai sind die USA ein wichtiger Handelspartner

Obwohl auch die südkoreanischen Autobauer seit Jahren in die lokale Produktion investieren, exportierten sie in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast eine Million Autos im Wert von 24 Milliarden US-Dollar nach Nordamerika – Tendenz weiterhin steigend. Sowohl die koreanische Regierung als auch Hyundai Motor präsentieren die USA daher seit Jahren als wertvollen Partner.

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Für die weitere Existenz dieser Partnerschaft ist Muñoz ein wichtiger personeller Faktor. Der gebürtige Spanier wechselte 2019 vom japanischen Autokonzern Nissan zu Hyundai, wo er unter anderem das US-Geschäft leitete und bis heute im Bereich Global Operations für den wichtigen Markt mitverantwortlich ist.

Unter seiner Führung investierte der Konzern 12,6 Milliarden US-Dollar in den Bau der neuen Produktionsstätte Metaplant America und in zwei Batterie-Joint-Ventures in Georgia. Der bisherige CEO Chang Jaehoon, der zum Vizevorsitzenden des Verwaltungsrats befördert wird, bezeichnet Muñoz als „ideale Besetzung, um Hyundai in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs und geschäftlicher Unsicherheit zu führen“.

Sung Kim war US-Diplomat – auch unter Trump

Ihm zur Seite stellt der Konzern nun den ehemaligen US-Spitzendiplomaten Sung Kim als Präsidenten und Chef-Lobbyisten. Kim hat unter vier Präsidenten gedient, auch unter Trump. Dieser ernannte ihn zum Botschafter in Indonesien. Nun soll er mit seinen Verbindungen in den USA und Südkorea helfen, den Konzern durch die anstehenden geopolitischen Herausforderungen zu steuern.

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Schon seit Januar 2024 ist Kim für Hyundai als Berater aktiv. Nach seinem Ausscheiden aus dem US-Außenministerium unterstützte er die geschäftlichen und politischen Strategien des Konzerns. In seiner neuen Rolle wird er heimische und internationale Trends analysieren und die Kommunikations- und PR-Initiativen leiten.

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