Morning Briefing Plus: Der Trump-Katalysator
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen zurück zu unserem Blick auf die Themen, die uns diese Woche am meisten bewegt haben.
Als ich am Dienstagmorgen den Bundeswirtschaftsminister auf dem Handelsblatt-Energiegipfel interviewte, stand Robert Habeck noch unter dem Eindruck von Donald Trumps Rede zur Amtseinführung und Dekreteschlacht tags zuvor. Auch wenn der radikale Kurs des US-Präsidenten nicht überraschend sei, sei er doch mit einem „flauen Gefühl in der Magengrube aufgewacht“, sagte Habeck – um dann doch sehr schnell in den Kampfmodus überzuwechseln.
„Wenn wir nicht agieren, werden wir am Ende historisch versagt haben. Und das, was da in den USA passiert, ist historisches Versagen“, sagte Habeck auf der Bühne im vollbesetzten Berliner Congress Center – und bekam großen Applaus.
Der Kampfmodus hielt auch noch an, als ich Habeck fragte, wie man angesichts der sich weit verbreiteten Antipathie gegen die Grünen, der ständigen Spitzen aus der bayerischen Staatskanzlei und des #Metoo-Skandals im Berliner Landesverband als Kanzlerkandidat noch die Hoffnung bewahren könne.