Sonntagsfrage: AfD verliert an Zustimmung – Auch Union und BSW schwächer
Berlin. Die AfD setzt laut dem neuesten RTL/ntv-Trendbarometer ihren Abwärtstrend in Umfragen fort. In der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage landet die AfD nur noch bei 17 Prozent (minus eins) – der schlechteste Trendbarometer-Wert seit dem Juni 2023. Auch die Union mit 30 Prozent und das BSW der Politikerin Sahra Wagenknecht mit vier Prozent verlieren je einen Prozentpunkt.
Die FDP kann sich dagegen auf fünf Prozent (plus eins) verbessern. Die Werte für die SPD (15 Prozent), die Grünen (14 Prozent), die Linke und die Freien Wähler (je drei Prozent) bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert.
Die Entwicklung passt in den jüngsten Trend: Auch in der am vergangenen Sonntag veröffentlichten regelmäßigen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ hatte die AfD weiter in der Wählergunst eingebüßt und war auf den niedrigsten Stand seit Juni 2023 zurückgefallen: Dort sank die Zustimmung für die Partei ebenfalls um einen Punkt allerdings auf 19 Prozent.
Stärkste Kraft war auch hier die Union. CDU/CSU konnten im Gegensatz zu den Ergebnissen des Trendbarometers dort aber einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche auf 31 Prozent zulegen. BSW sah diese Umfrage einen Punkt stärker bei acht Prozent.
Mit Blick auf die Frage, wem sie bei einer Direktwahl zum Kanzler ihre Stimme geben würden, ging es im Trendbarometer allein für CDU-Chef Friedrich Merz nach oben: Bei der Kandidaten-Konstellation Scholz/Merz/Habeck käme er auf aktuell auf 24 Prozent (plus eins), Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf 14 (minus eins) und Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) auf 18 Prozent (minus eins). Wären die Gegenkandidaten Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) würden 27 Prozent (plus eins) für Merz votieren, 17 Prozent (minus eins) für Scholz und konstant 18 Prozent für Baerbock.
Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.