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AltkanzlerGerhard Schröder feiert 80. Geburtstag – Scholz und SPD-Spitze gratulieren

Weil er an seiner Freundschaft mit Russlands Präsident Putin festhält, hat die SPD-Führung den Kontakt zu ihrem Ex-Vorsitzenden und Altkanzler Schröder abgebrochen. Zum 80. Geburtstag macht sie eine Ausnahme. 07.04.2024 - 09:42 Uhr
Gerhard Schröder ist jetzt 80 Jahre alt. Foto: dpa

Berlin. Trotz aller tiefgreifenden Differenzen mit Gerhard Schröder gratulieren Bundeskanzler Olaf Scholz und die SPD-Spitze dem Ex-Kanzler und früheren Parteivorsitzenden zu seinem 80. Geburtstag an diesem Sonntag. „Der Bundeskanzler gratuliert dem Bundeskanzler a.D. zum runden Geburtstag wie üblich in Form eines Glückwunschschreibens“, teilte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Ein SPD-Sprecher erklärte, dass die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil „ihrem Amtsvorgänger Gerhard Schröder“ zum 80. Geburtstag „schriftlich gratuliert“ hätten.

Schröder ist am 7. April 1944 in Mossenberg im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe geboren, war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler und von 1999 bis 2004 Vorsitzender der SPD.

Weil er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch nach Russlands Angriff auf die Ukraine nicht die Freundschaft gekündigt hat und weiterhin als Lobbyist für die russische Energiewirtschaft tätig ist, hat die Parteiführung mit ihm gebrochen. Ein von mehreren SPD-Gliederungen beantragtes Parteiausschlussverfahren gegen ihn scheiterte aber im vergangenen Jahr. 

Schröder hatte die SPD-Spitze vor seinem Geburtstag scharf angegriffen. In einem dpa-Interview bezeichnete er die Parteiführung Mitte März als „Menschen, die ich nur begrenzt politisch ernst nehmen kann“. In der „Süddeutschen Zeitung“ legte er später noch einmal nach. „Was mich wirklich traurig macht, ist die Provinzialität der gegenwärtigen Führungsfiguren“, sagte er und fügte mit Blick auf die Umfragewerte hinzu: „Wenn ich bei 15 Prozent gewesen wäre, wäre ich sofort zurückgetreten.“

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt im April 2004 den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Foto: dpa
Die Agenda 2010 war seine wichtigste Reform – und hat die SPD auf eine harte Probe gestellt. Foto: IMAGO/IPON

2014 hatte die SPD ihren Altkanzler und ehemaligen Vorsitzenden zu seinem 70. Geburtstag – kurz nach der russischen Annexion der ukrainischen Krim – noch mit einem Festakt im Berliner Kunstmuseum Hamburger Bahnhof gewürdigt. Das wird es diesmal nicht geben.

Stattdessen feiert Schröder am 27. April in Berlin privat nach. Die Gästeliste wird noch unter Verschluss gehalten. „Das macht meine Frau, und das ist ein Geheimnis“, sagte Schröder im dpa-Interview dazu. „Ich weiß, dass sicher Freunde eingeladen werden. Aber Näheres weiß ich auch nicht.“ 

August 1997: Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder (l) und seine damalige Freundin Doris Köpf (2.v.l.) posieren gemeinsam mit dem damaligen SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine (r) und dessen Frau Christa Müller vor der Saarschleife. Foto: dpa
Gerhard Schröder mit und seiner Frau Soyeon Kim auf dem Weg in die Semperoper in Dresden. Foto: imago/Sven Ellger

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte Schröder einem Medienbericht zufolge mit einem kurzen Schreiben auf offiziellem Briefpapier. Die „Bild am Sonntag“ zitierte aus dem Brief, Steinmeier übersende darin seine „herzliche Gratulation und die besten Wünsche für Deine Gesundheit und die Deiner Familie“. „Ich wünsche Dir zu diesem besonderen Ehrentag eine schöne Feier und gute Gespräche im Kreise von Familien und Freunden“, heißt es demnach weiter. 

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Steinmeier war ein langjähriger Weggefährte Schröders in dessen Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident und später als Bundeskanzler, von 1999 bis 2005 war er Schröders Kanzleramtsminister. Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs hatte Steinmeier sich öffentlich von Schröder distanziert.

dpa
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