Schweizer Großbank: Credit-Suisse-Personalchefin Christine Graeff verlässt UBS
Zürich. Die Personalchefin der Credit Suisse, Christine Graeff, 51, wird die UBS Ende Juni verlassen. Das geht aus einer internen Mitteilung hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Darin heißt es, Graeff habe die Bank informiert, nach Abschluss der Integration der Credit Suisse in die UBS „andere Möglichkeiten“ außerhalb der Bank verfolgen zu wollen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte dem Handelsblatt die Personalie auf Anfrage.
Am Freitag hatte die UBS mitgeteilt, dass die Fusion der Stammhäuser von UBS und Credit Suisse abgeschlossen sei. In einem historischen Schritt wurde die Credit Suisse aus dem Handelsregister gelöscht und existiert nun nicht mehr als eigenständiges Unternehmen.
Stefan Seiler, neu ernannter Personalchef der UBS, schrieb in der internen Mitteilung, er danke Graeff „für ihre starken Führungsqualitäten“ sowie „herausragenden fachlichen Leistungen“ in den vergangenen drei Jahren bei der Credit Suisse.
Graeff war seit 2013 Kommunikationschefin der Europäischen Zentralbank sowie Sprecherin von Mario Draghi und Christine Lagarde. 2021 wechselte sie als Kommunikationschefin zur Credit Suisse nach Zürich. 2022 übernahm sie zusätzlich das Personalressort und stieg in den Vorstand der einst zweitgrößten Schweizer Bank auf.
Nach der staatlich orchestrierten Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS im März 2023 blieb sie als Personalchefin zunächst an Bord und war eng in die Integration der Credit Suisse in die Strukturen der UBS eingebunden.
Neue Aufgabe offen
UBS-Manager Seiler lobte Graeffs Verdienste auch bei der Integration der Bank, die bereits Tausende Mitarbeiter den Job gekostet hat. „Sie war für viele Kolleginnen und Kollegen eine vertrauenswürdige Mentorin und Partnerin, die zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in der gesamten Credit Suisse beitrug und durch ihren kollegialen Ansatz und ihre Mitarbeit bei der Integration der Credit Suisse in die UBS im vergangenen Jahr eine entscheidende Rolle spielte.“
Graeff werde noch bis Ende Juni die Integration der Personalabteilung betreuen und eine geordnete Übergabe gewährleisten. Welche neue Aufgabe außerhalb der Bank sie übernimmt, ist noch offen.