Preise: Wichtiges Inflationsmaß der Fed geht leicht zurück
Düsseldorf. Ein wichtiges Inflationsmaß für die US-Notenbank Fed, der PCE-Index, ist im Mai weiter gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich laut neuester Zahlen des staatlichen „Bureau of Economic Analysis“ um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April lag der Wert noch bei 2,7 Prozent. Befragte Experten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.
Die Kernrate, bereinigt um besonders schwankungsanfällig Güter, sank noch etwas stärker. Sie fiel von 2,8 Prozent im Vormonat auf ebenfalls 2,6 Prozent.
Der Preisindex für persönliche Ausgaben, abgekürzt PCE, wird anhand eines Korbs von Konsumgütern berechnet. Er gilt als präferiertes Maß der US-Notenbank Federal Reserve und unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung leicht vom bekannteren Verbraucherpreisindex.
Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank (EZB) und vielen anderen wichtigen Notenbank hat die Fed die Zinsen bislang noch nicht wieder gesenkt. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht davon aus, dass die Spitzen der US-Notenbank die Zinswende bei ihrer Sitzung Mitte September einleiten werden.
Trotz leicht nachlassender Teuerung bleibt die Konsumlust der US-Amerikaner verhalten. Sie steigerten ihren Konsum im Mai nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium ebenfalls am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet, nach abwärts revidiert plus 0,1 Prozent im April.
Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters.