René Obermann: „Bisher war ein bisschen Krise, jetzt ist richtig Krise“
Berlin. René Obermann ist Europäer und kontrolliert mit Airbus einen europäischen Champion. Umso stärker beunruhigen den früheren Telekom-Chef die aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Es sei von größter Bedeutung, dass Deutschland schnellstens politisch handlungsfähig wird, mahnt der Manager mit Blick auf das Scheitern der Ampelkoalition und die Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten.
Allerdings findet Obermann, die US-Wahl könne auch eine „Chance für ein Kern-Europa sein, in dem man eng zusammenarbeitet für mehr Souveränität, militärisch und technologisch“. Europa müsse Russlands Aggression abschreckend begegnen können. „Das schließt die nukleare Abschreckung mit ein“, sagt Obermann.
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In der Pflicht, dieses neue Europa voranzutreiben, sieht er dabei vor allem Deutschland und Frankreich. „Ich frage mich seit geraumer Zeit, warum sich Deutschland und Frankreich nicht täglich beraten und das große Thema ‚Schutz vor Russland‘ und ‚Ukrainehilfe‘ mit ganzer Kraft zusammen bearbeiten“, so der Chefaufseher des europäischen Luftfahrtkonzerns.