
Wochenend-Newsletter: Mal „out of the box“ denken: Warum Elon Musk ein super Chef ist!
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Woche musste ich viel über Elon Musk nachdenken. Das ist eigentlich nicht das erste Hobby meiner Wahl, aber seit Donald Trump Musk eine neue Aufgabe als Leiter der Abteilung „Doge“ zugeteilt hat, frage ich mich, ob ich Grundlegendes falsch verstanden habe.
Was, wenn wir uns gar nicht in einer furchtbaren Dystopie befinden, in der TV-Moderatoren, mutmaßliche Kriminelle und erratische Tech-Moguln die Geschicke der Welt leiten? Sondern Donald Trump nach dem Motto „Hire for attitude, train for skill“ große Weitsicht beweist? Vielleicht ist Elon Musk eine fantastische, moderne Führungskraft und wir anderen müssen einfach mal „out of the box“ denken? Fünf Argumente dafür:
1. Musk beweist die so oft geforderte „Ownership“! Die Abteilung „Doge“, eine Anspielung auf eine von Musk unterstützte Kryptowährung, soll Steuergeldverschwendung aufdecken – und dafür sorgt Musk höchstpersönlich! Er geht „in den Maschinenraum“, anstatt nur zu „managen“. „Hands-on“-Mentalität! Und seine eigenen Unternehmen reguliert er dabei direkt mit. Raus aus den Silos, rein in die Synergien. Win-win!
2. Musk spricht nicht nur über Vereinbarkeit von Familie und Beruf, er lebt sie auch! Er ist ein „Role Model“, selbst Vater von mindestens 12 Kindern, manche hat er sogar mit seinen Mitarbeiterinnen gezeugt.
3. Musk betreibt Jobsharing! So teilt er seinen neuen Job als Trumps Ober-Regulatorien-Regulierer in einer modernen Doppelspitze mit dem Ex-Präsidentschaftsbewerber Vivek Ramaswamy. Dabei haben sie beide ähnliche „Challenges“ erkannt, zum Beispiel das FBI. Gut, beim Thema Klimawandel-Leugnung ist die Linie nicht ganz konsistent, aber gemeinsamen Purpose muss man sich eben erarbeiten.
4. Musk hört den Menschen zu und will wissen, was sie denken! Auf X, Musks eigener Plattform, sind monatlich Hunderte Millionen Menschen unterwegs und können Musk kontaktieren. Andere Chefs sagen: „Meine Tür ist immer offen.“ Bei Musk sind es zumindest die dm-Läden.
5. Musk hat die Digitalisierung verstanden! Er will nicht nur die Erde digitalisieren, sondern auch dem Mars einen Internetanschluss verpassen. Endlich mal jemand, der wirklich in Mars-Shots denkt.
So richtig überzeugt bin ich trotz Musks bisheriger unternehmerischer Erfolge noch nicht. Aber vielleicht liegt das auch an meinem „Boomer-Mindset“: Donald Trump hat nämlich angekündigt, dass Musk, aufgrund seiner vielen anderen Aufgaben, sich nicht Vollzeit seiner neuen Position widmen kann. Ständig ins Büro wird er auch nicht kommen, ich wittere da viel Homeoffice. Echte Leistungsbereitschaft für Amerika sieht anders aus.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende voller Me-Time und Downshifting – mit unseren zehn Leseempfehlungen.
Ihre
Charlotte Haunhorst

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