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ItalienItaliens Fünf-Sterne-Bewegung bricht mit Gründer Grillo

Seit Jahren herrscht ein Streit in der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung zwischen Parteichef Conte und Gründer Grillo. Die Partei schafft nun Klarheit und bricht endgültig mit Beppe Grillo. 24.11.2024 - 21:13 Uhr Artikel anhören
Beppo Grillo, Gründer der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung: Der Fernsehkomiker Grillo hatte die Bewegung 2009 gegründet. Foto: dpa

Rom. Nach einem anhaltenden Machtkampf in den eigenen Reihen hat die ehemalige italienische Regierungspartei Fünf-Sterne-Bewegung endgültig mit ihrem Gründer Beppe Grillo gebrochen.

Bei einer „konstituierenden Versammlung“ stimmte eine Mehrheit der Parteimitglieder für die Abschaffung von Grillos selbst geschaffenem Posten des sogenannten Garanten. Als Garant wollte Grillo die Gründungswerte der Partei schützen.

Seit geraumer Zeit schwelt zwischen dem derzeitigen Chef der Fünf Sterne, Italiens ehemaligem Ministerpräsidenten Giuseppe Conte, und Grillo ein Streit über die Ausrichtung der Partei. Conte verfolgt einen Wandel der einstigen Anti-Establishment-Protestbewegung hin zu einer linksgerichteten Kraft. Grillo hingegen wirft Conte vor, die basisdemokratischen Prinzipien der Partei aufzugeben und sich an das politische Establishment anzupassen.

Giuseppe Conte: Der Streit zwischen Grillo und Conte spitzte sich im vergangenen Monat zu. Foto: AFP

Der Streit spitzte sich vergangenen Monat zu, als Conte beschloss, Grillos Jahresvertrag als Kommunikationsberater der Partei mit einer Vergütung von 300.000 Euro nicht zu verlängern.

Allianzen mit anderen Parteien erlaubt

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Der Fernsehkomiker Grillo hatte die Bewegung 2009 gegründet. Von 2018 bis 2022 war sie Regierungspartei. Conte war von 2018 bis 2021 als Italiens Regierungschef im Amt. In den vergangenen Jahren hat die Partei allerdings wegen politischer Kehrtwendungen und interner Streitigkeiten an Kraft verloren und liegt in Umfragen derzeit bei knapp elf Prozent.

Bei der „konstituierenden Versammlung“ stimmten die Mitglieder zudem für eine Reihe von entscheidenden Reformen der Parteisatzung. Die Anhänger lehnten etwa einen Vorschlag ab, Allianzen mit anderen Parteien zu verbieten. Dies könnte den Weg ebnen für eine enge Zusammenarbeit mit der größten Oppositionspartei Partito Democratico (PD) im Kampf gegen die seit zwei Jahren regierende Rechtskoalition von Regierungschefin Giorgia Meloni.

dpa
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