Abschiebungen: Die Gewinner von Trumps Migrationspolitik
New York. Während Millionen illegaler Einwanderer nach dem Amtsantritt von Donald Trump ihrer möglichen Abschiebung entgegenzittern, wittern die privaten Gefängnisbetreiber gute Geschäfte mit den Auffanglagern. „Dies ist für uns eine noch nie dagewesene Gelegenheit“, sagte George Zoley, der Gründer und CEO des privaten Gefängnisbetreibers Geo Group, mit Blick auf die Abschiebepläne des zukünftigen US-Präsidenten.
Die Immigration war eines der größten Wahlkampfthemen von Trump. Auf seinen Kundgebungen hat er versprochen, 13 Millionen illegale Einwanderer abzuschieben. Er schwärmte von der „größten Abschiebe-Aktion in der Geschichte der Vereinigten Staaten“. Ein Mammutprojekt, das extrem teuer werden könnte und das auch Unternehmen angesichts des leer gefegten US-Arbeitsmarkts mit Sorge sehen.
Aber jene, die die Gefängnisse und Auffanglager bauen und betreiben, rechnen damit, von den Plänen zu profitieren. „Wir erwarten, dass die neue Trump-Administration einen viel aggressiveren Ansatz bei der Grenzsicherheit und der Durchsetzung der Gesetze verfolgen und zusätzliche Mittel vom Kongress anfordern wird, um diese Ziele zu erreichen“, sagte Zoley nach den jüngsten Quartalszahlen gegenüber Analysten.