Verwaltung: Die kranke Republik – Wie Deutschland wieder handlungsfähig wird
- Marode Brücken, fehlende Kita-Plätze, langes Warten auf den Termin beim Facharzt: Das gefühlte Staatsversagen manifestiert sich in vielen Lebensbereichen der Deutschen.
- Neben der geringen Produktivität von Behörden, übertriebenem Datenschutz und fehlender Digitalisierung ist die Verhinderungsmacht verschiedenster Akteure ein Problem.
- Experten verraten, wie sich Staat und öffentliche Verwaltung neu erfinden müssen, um wieder handlungsfähig zu werden. Sie fordern einen umfassenden Mentalitätswandel.
Düsseldorf. FDP-Chef Christian Lindner und die linksalternative „Tageszeitung“ („taz“) bilden in vieler Hinsicht die Antipoden des demokratischen Spektrums in Deutschland. Doch in der Beurteilung der tödlichen Messerattacke von Aschaffenburg klingen sie sehr ähnlich. „Wir haben ein veritables Staatsversagen in Deutschland“, sagte Lindner, nachdem bekannt geworden war, dass ein ausreisepflichtiger und zuvor bereits mehrfach als gewalttätig aufgefallener Migrant die Tat begangen hatte. Die „taz“ sekundierte: „Nach den entsetzlichen Morden von Aschaffenburg von Staatsversagen zu sprechen, ist angebracht.“
Staatsversagen – ein Wort bewegt die Republik. Nicht nur in der Migrationspolitik gewinnen Bürgerinnen und Bürger vielfach den Eindruck: