Bundestagswahl: Union legt im ZDF-Politbarometer leicht zu
Düsseldorf. Das Vorgehen der Union im Bundestag für eine schärfere Asylpolitik stößt in der Bevölkerung auf ein geteiltes Echo. Trotzdem können CDU/CSU im ZDF-Politbarometer profitieren und legen leicht zu, auch Kanzlerkandidat Friedrich Merz wird etwas besser bewertet. Wie der Sender am Freitag mitteilte, bewerten 50 Prozent der Befragten das Vorgehen der Union für die Demokratie als schlecht. 24 Prozent finden es gut.
Die Union hatte für einen Antrag für schärfere Maßnahmen im Bereich Flüchtlinge und Asyl in Kauf genommen, dass eine Mehrheit nur mit den Stimmen der in Teilen rechtsextremen AfD zustande kommt.
50 Prozent der Bürger glauben, dass die CDU an ihrem Parteitagsbeschluss von 2018 festhalten und auf Bundesebene weiterhin eine politische Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen wird. 43 Prozent sind hier gegenteiliger Ansicht.
Wäre bereits am nächsten Sonntag und nicht erst in zwei Wochen Bundestagswahl, könnten CDU/CSU mit 30 Prozent rechnen, ein Punkt mehr als bisher. Die AfD büßt einen Punkt ein und käme auf 20 Prozent.
Die SPD von Kanzler Olaf Scholz liegt unverändert bei 15 Prozent, gleichauf mit den Grünen, die sich um einen Punkt verbessern. Die Linke sieht die Forschungsgruppe Wahlen, die die Umfrage für das ZDF durchgeführt hat, oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde, FDP und BSW jeweils darunter.
- Bei der Kanzlerpräferenz kommt Merz auf 32 Prozent und damit zwei Punkte mehr als in der vorherigen Befragung.
- Grünen-Kandidat Robert Habeck liegt unverändert bei 24 Prozent,
- Scholz verliert zwei Punkte auf 18 Prozent.
- Für AfD-Co-Chefin Alice Weidel sprechen sich unverändert 13 Prozent aus.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.