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USATrump kündigt Gegenzölle für zahlreiche Staaten an

Der US-Präsident will Zollsätze für die Länder erhöhen, die ihrerseits höhere Zölle auf US-Waren erheben. Wen die Ankündigung trifft, ist aber noch völlig unklar. 07.02.2025 - 21:13 Uhr Artikel anhören
Donald Trump droht mit einer weiteren Eskalation in der Handelspolitik. Foto: AP

Washington. US-Präsident Donald Trump hat am Freitag Zölle gegen eine Reihe von Staaten angekündigt. Konkret will er Zölle gegenüber den Staaten erheben, die höhere Zölle auf US-Exporte erheben als die USA auf die Exporte aus jenen Staaten.

Das würde eine erhebliche Eskalation seines Handelskriegs bedeuten, wäre aber nicht gleichbedeutend mit den Strafzöllen gegen Kanada, Mexiko und China.

Trump gab nicht an, welche Länder betroffen sein sollen, deutete aber an, dass es sich um eine breit angelegte Maßnahme handeln würde, die auch zur Lösung der Haushaltsprobleme der USA beitragen könnte. „Ich werde nächste Woche einen gegenseitigen Handel ankündigen, damit wir mit anderen Ländern gleich behandelt werden“, sagte Trump. „Wir wollen nicht mehr und nicht weniger.“

Japan soll Handelsdefizit reduzieren

Trump machte die Ankündigung während eines Treffens mit dem japanischen Premierminister Shigeru Ishiba. Diesen forderte er währenddessen auf, den japanischen Exportüberschuss gegenüber den USA zu reduzieren. Japan exportiert wie Deutschland deutlich mehr Güter in die USA als es von dort kauft.

Trump berichtete den republikanischen Gesetzgebern von seinen Plänen während der Haushaltsberatungen im Weißen Haus am Donnerstag, sagten drei mit dem Plan vertraute Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Trump und seine engsten Mitarbeiter haben erklärt, dass sie höhere Zölle auf ausländische Importe erheben wollen, um die Verlängerung von Trumps Steuersenkungen aus dem Jahr 2017 zu finanzieren, die nach Ansicht unabhängiger Haushaltsanalysten die US-Schulden um Billionen von Dollar erhöhen könnten. Erhöhte Zölle könnten einen Teil dieser Kosten ausgleichen, obwohl sie in den letzten Jahren nur etwa zwei Prozent der jährlichen Einnahmen ausmachten.

Trump kündigte am Samstag Zölle in Höhe von 25 % auf Kanada und Mexiko an, verschob sie aber nach einer negativen Reaktion der Investoren. Die beiden größten Handelspartner der USA haben sich darauf geeinigt, die Durchsetzung der Zölle an der Grenze zu verstärken, eine der obersten Prioritäten von Trump.

tse, rtr
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