Grönland: Wie sich die Insel unabhängig von Dänemark machen könnte
Nuuk. Unter dem Eisschild Grönlands liegen wertvolle Rohstoffe. Seit das ewige Eis wegen des Klimawandels zunehmend schmilzt, wächst daher das geopolitische Interesse an der Insel im Nordatlantik. Seltene Erden, Gold, Lithium, Platin, Zink und Uran haben nicht nur bei US-Präsident Donald Trump Begehrlichkeiten geweckt.
Auch die Europäische Union hat Ende 2023 eine Vereinbarung über kritische Rohstoffe mit Grönland getroffen. So soll der Zugang zu den wichtigen Bodenschätzen gesichert werden. Viele der in Grönland gefundenen seltenen Erden sind für die Energiewende notwendig, da sie für Batterien benötigt werden.
Doch auch für Grönland selbst sind die Rohstoffe von unschätzbarem Wert, erklärt die für Handel, Erwerb und Rohstoffe zuständige Ministerin Naaja Nathanielsen im Gespräch mit dem Handelsblatt. Denn die größte Insel der Welt will unabhängig von Dänemark werden.
Zwar verwaltet sich Grönland selbst, politisch gehört es aber zu dem EU-Staat, der jährlich eine halbe Milliarde Euro nach Grönland überweist und dadurch den Haushalt finanziert. Um ohne die finanziellen Mittel aus Kopenhagen auszukommen, müssen neue Einnahmequellen neben der Fischerei und dem Tourismus erschlossen werden. Dabei spielen die Bodenschätze eine große Rolle.