USA: Die wahre Achillesferse von Donald Trump
Ich gehe in Kalifornien jeden Tag durch die Lernkurve. Vor meinem Umzug in die Staaten war für mich eine Kreditkarte ein Zahlungsmittel, mit dem ich Ausgaben tätigen konnte, die dann für mich kostenfrei erst später anfielen. In den USA läuft das allerdings anders.
Als ich mein Auto vor einigen Monaten bei meinem Freund Peter zur Reparatur brachte, rief er mich plötzlich an einem Donnerstagabend an und fragte, ob er die bisherigen Arbeitsstunden von 800 Dollar schon einmal berechnen könne. Ich bejahte dies und sagte ihm, dass er mir einfach eine Zwischenrechnung schicken könne. Ich würde das Geld dann überweisen oder ihm einen Scheck geben (kein Witz übrigens: in den USA wird immer noch viel mit Schecks bezahlt).
Er entgegnete mir dann, dass er das Geld noch an diesem Abend dringend benötigen würde, da er ja morgen mit der Familie für fünf Tage in den Skiurlaub fahren wolle. Es war kurz Totenstille am Telefon, und ich verstand erst nach einem längeren Denkprozess, dass sein verfügbares Geld die Kosten eines mehrtäigen Skiurlaubs vermutlich nicht decken würde. Ich habe ihm dann noch am Abend das Bargeld vorbeigebracht.