Northvolt: Was die Insolvenz für die deutsche Autoindustrie bedeutet
Düsseldorf, Berlin Stockholm. Der Traum von einer eigenständigen europäischen Batterieproduktion rückt immer weiter in die Ferne. Am Mittwoch hat der Batteriehersteller Northvolt in seiner Heimat Schweden Insolvenz angemeldet. Das Start-up, an dem unter anderem Volkswagen, BMW, Goldman Sachs und Blackrock beteiligt sind, konnte keine Finanzierung für den Fortbestand sicherstellen.
Ein gerichtlich bestellter Treuhänder soll nun die Vermögenswerte verkaufen. Wie lange das Verfahren beim Batteriehersteller dauert, ist unklar. Interimsaufsichtsratschef Tom Johnstone sprach von einem „unerhört schwierigen Tag für alle bei Northvolt“. Das Unternehmen beschäftigt rund 3000 Menschen in Schweden und betreibt in der Nähe des Polarkreises eine Akkufabrik, dazu kommt ein Forschungszentrum nahe Stockholm.
Im norddeutschen Heide und in Kanada sind weitere Batteriefabriken geplant, die deutsche und kanadische Tochter sind jedoch nicht von der Northvolt-Insolvenz betroffen. Dennoch ist die Verunsicherung in der Autobranche groß. Die wichtigsten Fragen und Antworten.