Rüstung: Drohnenwall für die Nato-Ostflanke – „Wir können sofort starten“
München, Düsseldorf, Berlin, Riga. Hunderttausende Drohnen, vernetzt durch Künstliche Intelligenz (KI): Um Russland abzuschrecken und die Nato-Ostflanke zu stärken, diskutieren Militärpolitiker und Rüstungsunternehmen über einen Drohnenwall im Baltikum.
Dieser Abwehrriegel aus unbemannten Fluggeräten könnte innerhalb weniger Monate aufgebaut werden, heißt es aus der Verteidigungsindustrie. Martin Karkour, Vertriebschef des Rüstungs-Start-ups Quantum Systems, sagt: „Ich halte es für möglich, dass ein Drohnenwall innerhalb eines Jahres steht, wenn alle Seiten an einem Strang ziehen und es eine Koordinationsstelle in der EU gibt.“
Die Kapazitäten seien vorhanden. „Wenn wir den Auftrag haben, können wir sofort starten“, sagt der Manager. Die Rüstungsindustrie fordert jetzt schnelle Entscheidungen der Politik, doch weder bei der Nato noch bei der Bundeswehr liegen fertige Konzepte. Deutschland wartet zunächst einmal ab – und muss zunächst eine Grundsatzfrage klären. Experten warnen derweil vor zu hohen Erwartungen.
Wie realistisch ist der Aufbau eines Drohnenwalls also? Und würde er tatsächlich Russlands Präsidenten Wladimir Putin einschüchtern? Wie Unternehmen, Politik und Experten die Idee bewerten.