Katar: „Deutsche sind teuer, Chinesen werden immer besser“
Doha. Wenige Straßenecken entfernt vom WM-Endspielstadion Lusail, das für Deutschlands Fußballnationalelf 2022 in Katar unerreichbar blieb, gerät am Mittwochmorgen vergangener Woche auch Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsprominenz hoffnungslos in die Defensive. Gut zwei Dutzend Investoren und Unternehmer aus dem Wüstenstaat, ein Großteil gekleidet in weiß wallende Gewänder, haben sich am wohl längsten Tisch der örtlichen Handelskammer eingefunden, um den Besuch aus Deutschland zur Rede zu stellen.
Und die Gelegenheit nutzen sie reichlich. Noch bestelle man vorzugsweise bei den Deutschen, weil ihre Technik zuverlässig sei, erklärt eine in eine traditionelle Abaya gekleidete Unternehmerin. Das aber könne sich bald ändern, warnt sie. „Die Deutschen sind teuer, und die Chinesen werden immer besser.“