Geldanlage: So verschärfen US-Zölle die Belastungen für Finanzinvestoren
Frankfurt, New York. Es ist eine Nachricht mit Signalwirkung: Die US-Eliteuniversität Harvard will einem Medienbericht zufolge Private-Equity-Beteiligungen im Wert von einer Milliarde Dollar abstoßen. Die US-Institution, die gegen Einflussnahme aus dem Weißen Haus kämpft und um staatliche Förderung bangen muss, befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Investor Lexington Partners über den Verkauf eines Private-Equity-Portfolios, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Zu solchen Verkäufen auf dem sogenannten Sekundärmarkt kommt es, wenn Investoren aus Beteiligungen mit festgelegter Laufzeit vorzeitig aussteigen wollen. Oft müssen sie dafür Abstriche bei der Rendite hinnehmen. Diese Deals können daher ein Zeichen dafür sein, dass sich die Stimmung bei Private-Equity-Investoren eintrübt. Auch die Eliteuniversität Yale hat laut Medienberichten vor, sich von Teilen ihrer Private-Equity-Beteiligungen zu trennen.
Für die Branche kommt die Nachricht zu Unzeit: Der von den USA ausgelöste Handelsstreit versetzt nicht nur die Märkte in Aufruhr. Er sorgt Experten zufolge auch dafür, dass Transaktionen verschoben und Deals ausgesetzt werden – was die seit Jahren angespannte Lage der Branche weiter verschärft.