Arbeitsrecht: Diese Fehler sollten Berufspendler im ICE vermeiden
Berlin. Notebook aufklappen, Hotspot aktivieren und ab ins Bordbistro zum Teams-Meeting: Für Berufspendler oder Dienstreisende ist der ICE oft nicht nur Verkehrsmittel, sondern auch Büro. Was viele vergessen: Im Zug ist oft kein Platz für Diskretion. Mit Kopfhörern in den Ohren wird lautstark über Budgetfreigaben, Personalentscheidungen oder Projektverzögerungen diskutiert – und der Sitznachbar hört alles mit.
So berichtet ein LinkedIn-Nutzer, dass er auf der Zugfahrt von Köln nach Berlin mehrere Telefonate seines Sitznachbarn mithören konnte. Dabei sei es unter anderem um die Frage gegangen, ob und wie es mit einem Mitarbeiter weitergeht, wenn er nach seiner Krankheit zurückkehrt. Dabei sei auch der Name des Mitarbeiters gefallen. Ein anderer postet ein Bild vom Laptop eines Reisenden direkt vor ihm, auf dem deutlich eine dienstliche E-Mail zu lesen ist.
Was oft unbewusst geschieht, kann rechtlich schwerwiegende Folgen haben. Denn: Ein ICE mag sich anfühlen wie ein Büro. Doch wer hier zu laut über Firmeninterna oder Kundendaten spricht, verstößt gegen den Datenschutz – und muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.